Telefonieren mit Freisprech-Einrichtung nicht störender als Beifahrer

18. Juli 2007, 10:07
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Studie: Unterschiede bei Fahrleistungen sind marginal

Wer glaubt, dass Telefonieren mit Freisprech-Einrichtung im Auto mehr ablenkt als ein Gespräch mit einem Beifahrer, der irrt. Eine am Montag, veröffentlichte Studie der Mobilkom Austria und des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) hat gezeigt, dass es praktisch keinen Unterschied zwischen den Fahrleistungen in beiden Situationen gibt.

Geringe Unterschiede bei den Fahrleistungen

Bei den Untersuchungen nahmen insgesamt 40 Männer und Frauen mit unterschiedlichem Alter und Fahrpraxis teil. Während einer 15-minütigen Autofahrt mussten sie allgemeine Wissensfragen beantworten - einmal über die Handy-Freisprech-Einrichtung, einmal im direkten Gespräch mit dem Beifahrer. Dabei auftretende Fahrfehler wurden protokolliert. Die Ergebnisse zeigten nicht nur beachtliche kognitive Leistungen bei den Wissensfragen, sondern auch nur geringe Unterschiede bei den Fahrleistungen - und zwar in nur vier von 39 Situationen. In drei dieser Fälle waren die Probanden mit dem sprechendem Beifahrer im Vorteil.

Dass eine Plauderei mit dem Beifahrer weniger Auswirkungen hat, als ein Gespräch über die Freisprech-Einrichtung, dachten auch die Testpersonen. "Das objektive Fahrverhalten zeigt jedoch, dass es sich hierbei um einen Trugschluss handelt", so Othmar Thann vom KfV. "Der Test zeigt nun, dass sowohl in der direkten Kommunikation als auch via Freisprech-Einrichtung ein bewusster Umgang wichtig ist, um Fahrfehler zu vermeiden", so Boris Nemsic von der Mobilkom Austria.(APA)

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