LG.Philips kommt wieder aus der Verlustzone

18. Juli 2007, 10:08
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Noch besser dürfte das derzeitige Quartal für die Südkoreaner laufen

Nach vier Verlust-Quartalen in Folge hat der südkoreanische Flachbildschirmhersteller LG.Philips LCD erstmals wieder schwarze Zahlen geschrieben. Zugleich zeigte sich der Konzern zuversichtlich für die kommenden Monate, da sich die Nachfrage weiter beleben und die Preise erholen sollten.

Gewinn von 181 Mio. Euro

Für das abgelaufene zweite Quartal wies der zweitgrößte Hersteller großer LCD-Bildschirme am Dienstag einen Gewinn von 228 Mrd. Won (181 Mio. Euro) aus. Vor einem Jahr prangerte in den Büchern noch ein dickes Minus von 322 Mrd. Won. Zudem übertraf LG.Philips nun die Analystenerwartungen deutlich. Der Umsatz kletterte bereinigt um rund die Hälfte auf umgerechnet 2,7 Mrd. Euro.

Noch besser dürfte das derzeitige Quartal für die Südkoreaner laufen. Allgemein wird ein Anziehen der Nachfrage nach flachen Fernsehgeräten und breiteren Computer-Bildschirmen erwartet. LG.Philips prognostizierte einen durchschnittlichen Preisanstieg im niedrigen einstelligen Prozent-Bereich, die Auslieferungen dürften um die 15 Prozent zulegen. Das Betriebsergebnis (Ebitda) werde wohl um knapp 30 Prozent besser ausfallen. Im abgelaufenen Vierteljahr legte der operative Gewinn um 25 Prozent zu.

Allgemeine Erholgung

Marktexperten werteten die Zahlen als Zeichen für eine allgemeine Erholung in der Branche. iSupply erwartet, dass dieses Jahr weltweit mehr als 350 Millionen Geräte mit großen LCD-Bildschrimen in den Verkauf gehen werden - ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

LG.Philips legte als erster großer LCD-Hersteller seinen Geschäftsbericht für das vergangenen Quartal vor. Der Konzern konkurriert vor allem mit dem heimischen Rivalen Samsung Electronics sowie Chi Mei Optoelectronics und AU Optronics aus Taiwan. Diesen Firmen dürfte die Marktbelebung ebenso zu Gute kommen wie anderen Konzernen, die in dem Bereich tätig sind. Der Weltmarktführer bei Flüssigkristallen als wichtigstem Zulieferstoff ist der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck.(APA/Reuters)

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