Methan-Ausstoß: Britische Kühe im Visier

18. Juli 2007, 15:28
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Forscher untersuchen im Auftrag der Regierung, welche Nahrung man den Nutztieren für verringerte Gasproduktion verabreichen könnte

London - Die britische Regierung hat aus Gründen des Klimaschutzes Wissenschafter beauftragt, herauszufinden, mit welcher Ernährung die Tiere weniger klimaschädliches Methangas ausstoßen, berichteten britische Medien am Dienstag.

Forscher der Universität von Wales in Aberystwyth wollen den Tieren dabei unter anderem zuckerhaltigere Grassorten zu fressen geben. Auch soll mehr Hornklee angepflanzt werden. "Wir wissen, dass die Ernährung von Tieren einen Einfluss auf den Methangas-Ausstoß hat. Leichter verdauliche Nahrung kann den Gasausstoß verringern", so Michael Abberton vom Institut für Weideland und Umweltwissenschaft in Aberystwyth.

Methan in Visier

Das britische Programm, dessen Laufzeit für drei Jahre angesetzt ist, wird nach Angaben der Zeitung "The Times" mit 750.000 Pfund (1,1 Millionen Euro) gefördert. Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums sagte, die Forscher arbeiteten auch an einer Methode, den Verdauungsapparat der Rinder zu verändern. Schon zuvor hatten Wissenschaftler auf den Zusammenhang zwischen der Haltung von Schafen und Kühen und der Verstärkung des Treibhauseffekts hingewiesen. Das Treibhausgas Methan soll sich bis zu 23 Mal so stark auf die Erderwärmung auswirken wie Kohlenstoffdioxid.

Nicht die einzigen

Auch an der Universität Hohenheim in Stuttgart arbeiten derzeit Wissenschafter an einer Pille, die die Methangas-Produktion bei Rindern verringern soll. Weitere Versuche zur Methanminderung bei Kühen gibt es etwa in Australien und Dänemark. (APA/dpa)

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    Mitverantwortlich: Die Kuh. Ihre Ernährung und ihren Verdauungsapparat nehmen Forscher in Großbritannien nun genauer unter die Lupe.

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