Olympia-Quotenplatz im Laser

30. Juli 2007, 10:03
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Geritzer sicherte als 41. Nationenticket - Delle-Karth/Resch in der Goldflotte

Cascais - Den ersten Olympia-Quotenplatz für Österreich durch Laser-Segler Andreas Geritzer (WM-41.) sowie einen zweiten WM-Zwischenrang für das 49er-Duo Nico Delle-Karth/Niko Resch hat der achte Tag der Weltmeisterschaften der olympischen Bootsklassen vor Cascais gebracht. Dabei boten die "Nickos" eine souveräne und nervenstarke Vorstellung, am Mittwoch und Donnerstag geht es in der Goldflotte um das Erreichen der Top Ten und somit des Medaillen-Rennens am Freitag.

Der österreichische Segelverband hat bei der WM in erster Linie Nationentickets im Visier. Dieses Ziel hat Geritzer erreicht, von seiner Olympiaform ist er aber weit entfernt: "Es läuft heuer schon das ganze Jahr nicht, nur mit Mallorca, wo er Vierter wurde, können wir zufrieden sein. Das Selbstvertrauen ist nicht da", sagte Trainer Steven Johannessen, und erklärte, dass im Training ein paar Dinge geändert werden müssen. Die Möglichkeit, im Olympiarevier Quingdao zu segeln, bekommt Geritzer heuer zwei Mal, bei den Preolympics im August und einem Trainingsaufenthalt im Oktober.

Dass der gebürtige Wiener die letzte Wettfahrt am Dienstag wegen der zweiten gelben Flagge (zweite Verwarnung wegen unerlaubtem Vortrieb) nicht beendete, hat sich im Ranking nicht gravierend ausgewirkt. "Er lag auf der ersten Kreuz an dritter Stelle, es lief nicht schlecht, aber dann musste er nach der gelben Flagge das Rennen verlassen. Er hat wohl ein bisschen was riskiert, weil er gesehen hat, dass das Olympiaticket fix ist", sagte ÖSV-Sportdirektor Georg Fundak. In der Laserklasse gibt es 29 Nationentickets bei der WM 2007 und insgesamt 40 Olympia-Startplätze. Im Vergleich dazu haben es die Tornado (11/16) und 49er (13/19) um vieles schwerer.

Wenig zu tadeln hatte am Dienstag Peter Krimbacher, der Coach der österreichischen 49er, mit seinem Paradeboot Nico Delle-Karth/Niko Resch. Mit einem Wettfahrtsieg sowie den Rängen vier und drei sind sie im Gesamtklassement Zweite, sieben Punkte hinter den führenden Briten Stevie Morrison/Ben Rhodes. In ihrer ersten Wettfahrt erwischten der Tiroler Steuermann und sein Kärntner Vorschoter einen perfekten Start. "Wir lagen bei der letzten Tonne bereits eine Minute voran, es war ein Start-Ziel-Ziel", sagte Delle-Karth erfreut.

Im nächsten Rennen kamen sie abermals gut weg, konnten aber nicht nach Wunsch wenden und waren kurz im Hintertreffen, aus dem sie sich aber geschickt rausmanövrierten. "Sie haben die Nerven behalten, sie haben auf der zweiten Kreuz den Wind gut gesehen und die richtige Seite gewählt", sagte Krimbacher. Zwischenzeitlich nur auf Platz 17, wurden sie noch Vierte. "Fehler macht bei diesen Bedingungen jeder, aber sie operieren mit weniger Fehlern als die anderen. Man muss wachsam bleiben und die eine Chance nützen, denn es bietet sich oft keine zweite." Im dritten Rennen gab das ÖSV-Duo die Führung nach einem "Nose-Dive" ab, landete aber noch auf Platz drei.

Christoph Sieber/Clemens Kruse hatten noch vier Wettfahrten in der Qualifikation zu bestreiten, sie verbuchten die Ränge 12, 10, 10 und 6 und müssen als Gesamt-32. ab Mittwoch mit der Silberflotte vorlieb nehmen. "Wir sind am Vormittag auf Sicherheit gefahren, aber das darf man in diesem Revier nicht", sagte Sieber. "Am Nachmittag waren von der Windstärke her Überlebensbedingungen, und da sind wir noch fehleranfällig, deshalb sind wir mit dem dem sechsten Rang zufrieden", fügte Vorschoter Kruse hinzu. (APA)

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