Hintergrund: Moscheen bereits häufiger Schauplätze blutiger Kämpfe

17. Juli 2007, 16:09
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Sicherheitskräfte stürmten schon des öfteren islamische Gotteshäuser

Hamburg - Moscheen waren bereits häufiger Schauplätze blutiger Kämpfe. Mehrfach verschanzten sich dort Fanatiker, schon in der Vergangenheit stürmten Sicherheitskräfte islamische Gotteshäuser:

Im Jahr 1979 besetzen etwa 250 Anhänger einer orthodoxen Sekte die Haram-Moschee im saudi-arabischen Mekka, in deren Hof sich mit der Kaaba die heiligste Stätte des Islams befindet. Die Fanatiker nehmen 250 Gläubige als Geiseln und verschanzen sich dort. Sie fordern den Rücktritt von König Khalid und die Einsetzung einer "echt islamischen Regierung". Bei wochenlangen Kämpfen sterben 161 Menschen, 63 Attentäter werden später enthauptet.

In Ägypten gibt es 1993 bei der Erstürmung einer Moschee in Assuan im Zuge der Terroristenfahndung ein Blutbad mit 8 Toten und rund 50 Verletzten. Wenige Monate später werden im oberägyptischen Asjut drei extremistische Studenten angeschossen, als Sicherheitskräfte eine von Fundamentalisten als Treffpunkt genutzte Moschee stürmen.

Moslem-Separatisten im indischen Teil Kaschmirs besetzen 1993 die Hazrat-Bar-Moschee. Während der Belagerung durch indische Truppen geraten Teile des Gotteshauses in Brand. Pakistans früherer Regierungschef Nawaz Sharif protestiert gegen die "Entweihung" der Moschee durch Soldaten. Nach 33 Tagen geben die Besetzer auf. Drei Jahre später stürmen erneut islamische Rebellen diese Moschee. Bei einer Schießerei mit Sicherheitskräften werden elf Menschen getötet.

Im irakischen Najaf sterben 2004 mehrere hundert Menschen bei Kämpfen der US-Armee mit Anhängern des radikalen Schiitenpredigers Muktada al-Sadr. Die Milizionäre verschanzen sich in der Imam-Ali- Moschee. Zusammen mit Zehntausenden Pilgern, die in das Gotteshaus gekommen sind, um eine Erstürmung zu verhindern, verlassen sie nach drei Wochen den heiligen Bezirk.

Bei einem Luftangriff des pakistanischen Militärs auf eine Koranschule im Oktober 2006 kommen 80 Menschen ums Leben. Die Madrassa nördlich der Stadt Khar im Bezirk Bajaur sei "für terroristische Aktivitäten und als Trainingslager genutzt worden", sagte ein Armeesprecher. Nach der Attacke demonstrieren Tausende gegen Pakistans Präsidenten Pervez Musharraf. (APA/dpa)

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