Statt Männerwohnheim "Seniorenschlössel" in Meldemannstraße

Ehemalige Unterkunft Hitlers wird um 18,2 Millionen Euro umgebaut und erweitert

Das bekannte ehemalige Männer-Obdachlosenheim in der Wiener Meldemannstraße wird zum "Seniorenschlössel" umgebaut. Am Dienstag erfolgte der Spatenstich für das 18,2 Mio. Euro teure Projekt. Das denkmalgeschützte Haus war von 1905 bis 2003 in Betrieb, dann wurde es von der Stadt um rund 2,8 Mio. Euro verkauft. Von 1910 bis 1913 lebte Adolf Hitler in dem Heim.

In seiner neuen Funktion erhält das Haus einen modernen Zubau und wird über einen 9.000 Quadratmeter großen, auch öffentlich zugänglichen Park verfügen. Es gibt barrierefreie Bäder, überdachte Terrassen und Loggien sowie elektrisch bedienbare Pflegebetten.

159 Einzel- und 15 Doppelzimmer

Geplant ist Raum für 189 Senioren in insgesamt 159 Einzel- und 15 Doppelzimmern. Unterkommen sollen körperlich und psychisch kranke ältere Menschen und pflegebedürftige Senioren ohne ausreichendes Sozialnetz. Auch Palliativmedizin und Sterbebeistand sind vorgesehen.

Träger des neuen Seniorenheimes ist die "wie daham"-Pflegeheim- und Pflegedienstleistungsgesellschaft mit Gemeinnützigkeitsstatus m.b.H. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 18,2 Mio. Euro. Der laufende Betrieb des Heimes wird von der Stadt über den Fonds Soziales Wien (FSW) gefördert. Insgesamt gibt Wien jährlich mehr als 681 Mio. Euro für stationäre und ambulante Pflege aus, hieß es in einer Aussendung. (APA)

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