"Phoenix" erforscht ewiges Eis auf Rotem Planeten

22. Juli 2007, 15:51
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Suche nach Leben im All: Anfang August soll die Mars-Sonde der NASA ins All geschickt werden, um Polargebiete näher zu erkunden

Washington - Die NASA will Anfang August eine Mars-Sonde ins All schicken. Die Sonde "Phoenix" solle das Eis auf dem Roten Planeten untersuchen und in dessen Polargebieten nach möglichen Hinweisen auf gewesenes oder noch existentes Leben suchen, sagte der Direktor des Mars-Programms bei der NASA, Doug McCuistion, am Montag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz.

Dreimonatige Exkursion

Den Angaben zufolge soll die Sonde am 3. August von einer Rakete vom Typ Delta 2 von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ins All gebracht werden. Die Ankunft auf dem Mars ist nach einer Reise von 680 Millionen Kilometern für Mai 2008 vorgesehen. Sollte die schwierige Landung glücken, ist die Mission auf drei Monate angesetzt.

Entwicklungsgeschichte des Eises

"Phoenix" soll nach Angaben der NASA erstmals seit Beginn der Mars-Expeditionen Proben des im Boden befindlichen Eises entnehmen und diese analysieren. "Phoenix" sei dafür ausgerüstet, die Entwicklungsgeschichte des Eises in den Permafrostböden zu untersuchen, sagte der an dem Projekt beteiligte Wissenschafter Peter Smith von der Universität Arizona. Die Instrumente der fünf mal 2,52 Meter großen Sonde seien zudem in der Lage zu bewerten, ob die Polarzonen des Mars für primitive Mikroben bewohnbar seien. Mit einem mehr als 2,30 Meter langen Roboterarm soll die Sonde nach Angaben der Wissenschaftler in den Boden vordringen und Proben der nach ihren Vermutungen mancherorts wenige Zentimeter unter der Oberfläche liegenden Eisschicht nehmen.

Vermutungen

Der Mars ist nach Schätzungen der Forscher wie die Erde etwa 4,6 Milliarden Jahre alt. Es wird vermutet, dass er irgendwann von einem riesigen Ozean bedeckt wurde. Heute herrschen auf dem Planeten angenommene Temperaturen zwischen plus 20 und minus 120 Grad Celsius. (APA)

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