Fast 50 Tote bei Anschlägen und Kämpfen

19. Juli 2007, 15:17
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Britischer NATO-Soldat und ein Kind unter den Opfern

Kabul - Bei neuer Gewalt im Süden und Südosten Afghanistans sind am Donnerstag mindestens 47 Menschen getötet worden, darunter ein Zwölfjähriger. Bei einem Bombenanschlag in der südöstliche Provinz Khost starben nach Polizeiangaben sechs einheimische Polizisten. In der Unruheprovinz Helmand töteten afghanische und US-Truppen nach afghanischen Angaben mindestens 36 mutmaßliche Taliban-Kämpfer. In derselben Provinz wurde ein britischer NATO-Soldat bei Kämpfen erschossen.

Ein Polizeisprecher sagte, das Patrouillenfahrzeug der getöteten Polizisten sei im Bezirk Jakobi in Khost von einem ferngezündeten Sprengsatz in die Luft gejagt worden. Fünf Männer seien sofort tot gewesen, ein sechster später im Krankenhaus gestorben. An der Patrouille waren den Angaben zufolge auch NATO-Soldaten beteiligt. Der Sprecher machte "Feinde Afghanistans" für den Anschlag verantwortlich, womit für gewöhnlich Taliban gemeint sind. Chost hat eine lange gemeinsame Grenze mit Pakistan, das Grenzgebiet wird von den Taliban als Rückzugsraum genutzt.

Zwei Kameraden des getöteten Briten seien bei dem Feuergefecht im Süden Helmands verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Im Bezirk Sangin in Helmand wurde nach Angaben der US-Armee ein Polizist durch eine Mine getötet. Bei stundenlangen Gefechten mit Truppen der US-geführten Koalition starben ebenfalls in Helmand 20 Taliban-Kämpfer. Fünf Taliban seien in Sangin getötet worden, wo sie Hilfspolizisten überfallen hätten, erklärte die US-Armee.

In der Stadt Gardes in der südöstlichen Provinz Paktia wurde ein zwölfjähriger Junge getötet, als eine Rakete in einen Handwerksbetrieb nahe des Busbahnhofs einschlug. Der Vater des Jungen wurde verletzt. (APA)

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