Brecht-Festival in Augsburg thematisiert Angst, Sex und Kapital

16. Juli 2007, 11:56
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"Die Krebse paaren sich im September, die Menschen immer"

Augsburg - Fragen und Aspekte der Ökonomie, der Angst und sexueller Hörigkeit sind die Themen des diesjährigen Augsburger Brecht-Festivals. Unter dem Motto "Was kostet Eisen" befassen sich namhafte Autoren, Schauspieler und Musiker mit den einzelnen Komplexen und wollen aktuelle Antworten auf immerwährende Fragen geben. Das Festival beginnt an diesem Donnerstag und dauert an zahlreichen Spielplätzen in Augsburg bis zum 15. Juli.

"Die Krebse paaren sich im September, die Menschen immer", ist Brechts Vorgabe für den literarischen Abend "Brecht und die sexuelle Hörigkeit". Unter den Mitwirkenden sind die Autoren Maxim Biller, Götz Aly und Helmut Krausser sowie die Schauspielerin Rosel Zech.

Zu den literarischen Veranstaltungen kommen Jazz-Konzerte, ein Poetry-Slam mit Lars Ruppel und Volker Strübing sowie Brecht-Partys. Bei den Beiträgen geht es nach Angaben der Veranstalter um die Psychologie des Marktes und seine Strategien, um das Aufbrechen von Vorurteilen und das Ringen um Urteile. Präsentiert werden Texte aus Brechts Prosa, Briefen und Tagebüchern, die Geschichten über Macht und Liebe erzählen, ergänzt von modernen Texten.

Leiter des Festivals, das anlässlich Brechts 50. Todestag im vergangenen Jahr als mehrjährige Festival-Reihe in Augsburg gegründet wurde, ist der Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur Albert Ostermaier. (APA/dpa)

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