Klien bei Spyker im Gespräch

17. Juli 2007, 14:40
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Albers ist Geschichte: Vertrag mit dem Nieder­länder wurde wegen ei­nes Sponsor-Problems aufgelöst - Zweiter Pilot wird gesucht

London - Das Formel-1-Team Spyker hat am Dienstag die Auflösung des Vertrages mit dem niederländischen Piloten Christijan Albers bekannt gegeben. Als Grund wurde ein Sponsor-Problem angegeben. Der 28-Jährige, der sich sein Cockpit nur mit einer Millionen-Mitgift gesichert hatte, bestritt heuer seine dritte WM-Saison in der Königsklasse, nachdem er 2005 im Minardi-Team debütiert hatte und im Vorjahr für den Spyker-Vorgänger-Rennstall Midland gefahren war.

Wer Albers im nächsten Rennen am 22. Juli auf dem Nürburgring ersetzen und zweiter Pilot neben dem deutschen Rookie Adrian Sutil wird, steht noch nicht fest. Spyker-Teamchef Colin Kolles sagte am Dienstag, dass es zwei Kandidaten für das zweite Cockpit gebe: Den Vorarlberger Christian Klien, derzeit Test- und Ersatzfahrer im Honda-Team, sowie den Inder Narain Karthikeyan, im Moment zweiter Testpilot im Williams-Rennstall, bei dem der Niederösterreicher Alexander Wurz Stammfahrer ist. Klien besuchte erst am Montag die Spyker-Fabrik.

"Entwicklungsprogramm gefährdet"

"Das war eine sehr schwere Entscheidung", sagte Kolles. "Christijan ist zuletzt immer besser mit dem Auto zurechtgekommen, doch unser ambitioniertes Entwicklungsprogramm ist ernsthaft gefährdet worden, weil einer seiner Sponsoren nicht gezahlt hat. Deshalb hatten wir keine andere Wahl."

Spyker-Direktor Michiel Mol sprach von einer der härtesten Entscheidungen, die er als Teammitglied habe treffen müssen. Der Rennstall geht nicht davon aus, dass der Rauswurf des Niederländers aus dem niederländischen Team finanzielle Auswirkungen auf Spyker in dieser Saison hat.

Schwerer Fehler in Magny-Cours

"Wir möchten aber auch betonen, dass dies nichts mit Christijans zuletzt gezeigten Leistungen zu tun hat", betonte Mol, nachdem Albers vor allem durch seinen kapitalen Fehler bei einem Tankstopp in Magny-Cours von vielen Seiten scharf kritisiert worden war.

Albers war damals in Frankreich zu früh losgefahren und hatte den Tankschlauch aus der Verankerung gerissen und auf die Strecke mitgeschleift. Österreichs Formel-1-Legende und dreifacher Weltmeister Niki Lauda hatte wegen dieses Vorfalls sogar den Entzug der Superlizenz gefordert. (APA/Reuters)

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    Völlig geschlaucht: Christijan Albers.

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