Dell setzt auf Private, Farbe und Linux

20. Juli 2007, 09:59
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US-Computerhersteller verpasst sich ein trendigeres, bunteres Image und will mit Linux HP wieder überholen

Der US-Computerhersteller Dell setzt zur Aufholjagd auf seinen Dauerrivalen Hewlett-Packard (HP) an. Dell will sich ein neues trendiges Image verpassen und zielt damit verstärkt auf PrivatkundInnen ab, gleichzeitig sollen GeschäftskundInnen über neue Linux-Kampagnen gewonnen werden.

Neue Werbelinie

Der weltweit zweitgrößte PC-, Server- und Notebook-Hersteller hat zur Imagekorrektur eine neue Werbekampagne initiiert, die dem Privatanwender die neue Produktpalette präsentieren soll. Im Prinzip geht es darum, dass der Konzern nun endlich die Farben für sich und seine Produkte entdeckt hat. Schwerpunkt der Kampagne sind die Notebooks Inspiron 1720 und 1721, die in acht knallbunten Farben ausgeliefert werden - der WebStandard berichtete. Die neue Kampagne stellt eine Abkehr der bisherigen Dell-Linie dar; der Konzern setzte bislang auf den Verkauf seiner Systeme an Unternehmen.

Verkaufskonzepte

Schon vor einiger Zeit kündsigte Michael Dell an, dass man ab sofort auch Dell-Rechner im Einzelhandel erwerben könne. Vor allem der asiatische Markt soll über eine Direktschiene bedient werden - der WebStandard berichtete.

Linux fürs Geschäft

Will man bei Dell die PrivatanwenderInnen über die Farbe für sich gewinnen, so sollen die Unternehmen über die Linux-Schiene angesprochen werden. Dell will seine Systeme mit vorinstalliertem Ubuntu-Linux nun nicht mehr nur für Private, sondern auch für den KMU-Bereich anbieten und bewerben. Diese Ubuntu-Rechner sollen bald auch außerhalb der USA verfügbar sein. Denn derzeit werden die Dell-Computer mit Ubuntu 7.04 nur in den USA und ausschließlich für Privatkunden angeboten. Kleinere Unternehmen sollen nun ebenfalls die Ubuntu-Geräte erwerben können, derzeit können Geschäftskunden nur PowerEdge-Server mit Red Hat oder Suse Linux kaufen. (red)

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