IHS-Studie: 650 neue Arbeitsplätze durch Abschaffung der Werbesteuer

11. Juli 2007, 11:19
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"Keine signifikanten Einnahmenverluste für die öffentliche Hand"

Die Initiative Wirtschaftsmotor Werbung stellte am Dienstag eine neue IHS-Studie mit dem Titel "Einfluss der Werbeabgabe auf die Creative Industries" vor. Max Palla, Präsident der IAA Österreich, und Karl Javurek, Obmann Werbung Wien, präsentierten die Hauptergebnisse der Studie: "Die Streichung hätte einen positiven Beschäftigungseffekt mit einem prognostizierten Zuwachs von rund 650 Arbeitsplätzen und würde so der Weiterentwicklung der Creative Industries in Österreich dienen."

Laut Studienautor Ulrich Schuh würde die Abschaffung der Werbeabgabe für die öffentliche Hand "keine signifikanten Einnahmenverluste bedeuten", da die Einnahmen aus dieser Abgabe lediglich "ein Promille" des gesamten öffentlichen Abgabenaufkommens ausmachen. Auch auf der Ebene der Länder und Gemeinden übersteige dieser Anteil die Ein-Prozent-Marke kaum. Angesichts dessen würde sich aus Effizienzgründen die Frage nach den Einhebungskosten stellen, die auf 10 Mio. Euro geschätzt werden. Im Vorjahr wurden knapp 110 Mio. Euro an Einnahmen aus der Werbesteuer lukriert, Hauptprofiteure waren mit 93,5 Mio. Euro die Gemeinden.

Palla und Javurek sehen die Forderung der österreichischen Kommunikations- und Werbewirtschaft nach einer Abschaffung der Werbeabgabe bestätigt: "Ein Ende der Werbesteuer wird den Wirtschaftsstandort Österreich insgesamt beleben. Die Ergebnisse der vorliegenden IHS-Studie untermauern das eindeutig. Sie ist ein wichtiger Diskussionsbeitrag und wurde dem zuständigen Finanzminister und dem Staatssekretär vergangene Woche übergeben." (red)

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