EU-Finanzminister sprechen über Erweiterung der Euro-Zone

10. Juli 2007, 19:32
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Die EU-Finanzminister kommen zusammen, um erneut über die Euro-Einführung in Malta und Zypern mit kommendem Jahreswechsel zu sprechen

Brüssel - Die EU-Finanzminister kommen am Dienstag in Brüssel zusammen, um erneut über die Euro-Einführung in Malta und Zypern mit kommendem Jahreswechsel zu sprechen. Dabei sollen auch die endgültigen Wechselkurse der nationalen Währungen gegenüber dem Euro festgelegt werden. Die Grundsatzentscheidung für die Aufnahme in das gemeinsame Währungsgebiet mit dann rund 320 Millionen Menschen war im Juni beim Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs gefallen.

Am Rande dürfte auch die Nachfolge von Rodrigo Rato an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington zur Sprache kommen. Der Vorsitzende der Euro-Finanzminister, Jean-Claude Juncker, sagte am späten Montagabend, es gehe darum, den besten europäischen Kandidaten zu finden. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy erklärte, er und Juncker seien für den früheren französischen Finanzminister Dominique Strauss-Kahn. Die deutsche Regierung hat sich noch nicht offiziell festgelegt.

Wohlwollen für die Reform- und Budgetpolitik

Sarkozy sicherte sich im Kreis der Finanzminister des Euro-Gebietes mit neuen Zusagen Wohlwollen für seine Reform- und Budgetpolitik. Es sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um - wie in der EU vereinbart - 2010 das Nulldefizit zu erreichen. Alle zusätzlichen Einnahmen sollten zum Schuldenabbau genutzt werden.

Sarkozy sagte, nur wenn das Wachstum schwächer ausfalle als erwartet, sei ein Budget ohne neue Schulden erst 2012 möglich. Paris plant für das laufende Jahr eine Neuverschuldung von 2,4 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt, 2008 solle diese weiter sinken. Juncker und der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück begrüßten die Zusicherungen. Die Euro-Finanzchefs hatten im April in Berlin vereinbart, mit der guten Konjunktur im Rücken spätestens bis 2010 ihre nationalen Haushalte so weit zu sanieren, dass keine neue Schulden mehr nötig sind. (APA/dpa)

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