Intel investiert mehr als 200 Millionen US-Dollar bei VMWare

23. Juli 2007, 12:58
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Prozessorhersteller soll auch Platz im Aufsichtsrat bekommen - VMWare will über Börsegang rund 740 Millionen US-Dollar einnehmen

Bräuchte es noch einen Beweise, welchen Stellenwert der Virtualisierungsbereich mittlerweile in der IT hat, so wäre dies wohl ein guter Kandidat dafür: Intel kauft sich - über Intel Capital - mit 218,5 Millionen US-Dollar bei der EMC-Tochter VMWare ein.

Aktien

Durch den Deal erhält der Prozessorhersteller 9,5 Millionen Aktien von VMWare, das ergibt einen Anteil von rund 2,5 Prozent an dem Unternehmen. Allerdings erhält Intel damit nur 1 Prozent der Stimmrechte beim Virtualisierungsspezialisten. Dass dem so ist, liegt daran, dass der Chiphersteller Aktien der Klasse A erwirbt, während die Stimmrechte primär in der Klasse B liegen.

Abmachung

Dass Intel aber trotzdem nicht ganz ohne Einfluss beim neuen Partner bleibt, sichert ein anderer Teil der aktuellen Abmachung: Ein Manager des Unternehmens soll in den Vorstand von VMWare gehievt werden.

Wahl

Die neue Partnerschaft ist nach der Einschätzung der beiden Unternehmen eine logische Wahl gewesen: "Die Virtualisierungsplattform von VMWare virtualisiert die Intel Architektur. Intels Prozessoren bilden die Mehrheit der Systeme, auf denen die Produkte von VMware laufen", so Intel und VMWare kurz und bündig in einer gemeinsamen Erklärung. Entsprechend will man in Zukunft auch die Zusammenarbeit weiter intensivieren.

Börsegang

Die Ankündigung erfolgt in einer Phase, in der sich VMWare gerade auf den eigenen Börsegang vorbereitet. Dabei sollen insgesamt 33 Millionen Klasse A-Anteile ausgegeben werden, auf diese Weise hofft das Unternehmen 741,4 Millionen US-Dollar einzunehmen. (apo)

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