Entwarnung nach Tankerunfall im Linzer Donauhafen

13. Juli 2007, 11:23
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Knapp 20.000 Liter Biodiesel aus dem Fluss gepumpt - Laut Experten keine Gefahr für Tierwelt - Schiff war nach Kollision mit Kaimauer leckgeschlagen

Entwarnung gab es am Dienstag nach einem Tankerunfall am Montagabend in Linz. Es bestehe keine Gefahr mehr für die Tierwelt, so Experten des Umwelt- und Technik-Centers und des Landes Oberösterreich. Aus einem leckgeschlagenen Schiff waren 20.000 Liter Biodiesel ausgelaufen und stromabwärts getrieben. Bis spät in die Nacht waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt, Ölsperren zu errichten und den Treibstoff abzupumpen.

Die "Ramsau" hatte am Montagabend bei der Einfahrt in den Winterhafen eine Kaimauer gestreift und war leckgeschlagen. Das Schiff war mit 108.000 Liter Diesel beladen, 20.000 flossen aus und bildeten einen Film auf der Donau. Taucher konnten die Risse im Schiffsrumpf notdürftig abdichten und so ein weiteres Auslaufen verhindern.

Ölsperren errichtet

Die Feuerwehr errichtete Ölsperren und pumpte den Treibstoff aus dem Wasser. Ein Teil war allerdings bereits stromabwärts Richtung Asten geflossen, auch dort wurden Ölsperren errichtet. Im Laufe der Nacht wurde fast der gesamte ausgeflossene Diesel aus der Donau entfernt. Lediglich im Bereich Asten gebe es noch einen Ölteppich "mit einer Stärke im Mykrometerbereich", hieß es in einer Aussendung der Stadt Linz am Dienstag. Dieser Film sei laut Sachverständigen so dünn, dass keine Gefahr für Fische und Vögel bestehe.

Die Besatzung hat in der Nacht den im Tank verbliebenen Diesel in ein anderes Schiff umgepumpt. Im Laufe des Tages wird der havarierte Kahn in den Tankhafen geschleppt. Eine so genannte Saugschlingenleitung rund um den Rumpf soll verhindern, dass beim Transport Ölreste in den Fluss gelangen, so die Feuerwehr. (APA)

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