Aufsteiger gegen Einsteiger

10. Juli 2007, 19:21
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Der LASK und der SK Austria Kärnten eröffnen heute in Linz die Saison - Da wie dort geht es quasi von null auf hundert

Klagenfurt/Linz - Erstes Saisonspiel, erstes ausverkauftes Haus - 12.500 Menschen dürfen und werden sich nach Einstufung der Partie als Risikospiel im Linzer Stadion versammeln, um den LASK nach sechsjähriger Zweitklassigkeit im Oberhaus zu begrüßen.

Kärnten war nur drei Jahre weg, um jetzt ohne lästigen sportlichen Umweg und powered by Pasching wiederzukehren. "Wir beginnen bei null. Noch haben wir keine Identität", sagte Trainer Walter Schachner. Dafür hat der Verein seit Montag auch offiziell einen Hauptsponsor. Der Landes-Energieversorger Kelag wurde als zweiter großer Geldgeber neben der Hypo Group Alpe Adria präsentiert. Die Bank hat sich das Namensrecht am neuen Klagenfurter Stadion gesichert, das aber erst ab 15. September bespielt werden kann.

Bis dahin, und das ist Schachners Problem, muss die Euphorie um den neuen Kärntner T-Mobilisten anhalten. "Stabil werden", nennt Schachner die vordringlichste Aufgabe. "Gegen Salzburg nicht untergehen und gegen Altach bestehen", beschreibt er sie. Der 50-Jährige glaubt, dass sein Kader, vorwiegend aus Ex-Paschingern, ehemaligen GAK-Spielern und den Besten des FC Kärnten gebildet, die Qualität hat, um "attraktiven und offensiven Fußball" zu spielen. "Wir müssen das aber umsetzen können."

Nicht unmöglich

Gegen den LASK fehlen Schachner gleich einmal vier präsumtive Stammspieler. Gernot Plassnegger, Peter Kabat und Chiquinho fallen verletzungsbedingt aus, Zlatko Junuzovic weilt bei der U20-WM in Kanada. Unmöglich zu lösen sei die Aufgabe in Linz deshalb aber nicht.

Der LASK steuert zum WM-Höhenflug der ÖFB-Hoffnungen nur Ersatzgoalie Michael Zaglmair bei. Zudem ist der neue brasilianische Stürmer Adi verletzt. Sonst schlägt sich der "schlafende Riese der Liga", wie Austria-Trainer Georg Zellhofer die Truppe um Michael Baur, Ivica Vastic und Christian Mayrleb nennt, nur mit der hohen Erwartungshaltung in Linz herum. "Wir hoffen auf drei Punkte", sagte Coach Karl Daxbacher wenig überraschend. Die wären schon deshalb enorm wichtig, weil der LASK danach wegen der in Oberösterreich und also auch in Linz stattfindenden U19-EM (16. bis 27. Juli) dreimal en suite auswärts (bei Sturm Graz, der Austria und Salzburg) antreten muss. (APA, lü DER STANDARD Printausgabe 10. Juli 2007)

  • LASK Linz - SK Austria Kärnten (Linz, Linzer Stadion, 18:15 Uhr, SR Fritz Stuchlik).

    LASK: Cavlina - Gansterer, Baur, Kablar/Hoheneder, Wisio - Klein, Panis, Hota, Matthias Dollinger - Vastic, Mayrleb

    Ersatz: Poyraz - Margreitter, Saurer, Spirk, Klapf, Mijatovic, Ortner, Pichler

    Fraglich: Agi (Zerrung)

    Es fehlt: Zaglmair (U-20-WM)

    Kärnten: Schranz - Ortlechner, Chaile, Bubenik, Prawda - Ketelaer, Weber, Ledwon, Zakany - Mössner, Fidjeu-Tazemeta

    Ersatz: Königshofer - Hauser, Wolf, Bürgler, Kollmann, Krajic

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Kärnten-Trainer Walter Schachner.

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