Rechte für Homosexuelle in Thailands Verfassungsentwurf

10. Juli 2007, 10:00
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MenschenrechtlerInnen hoffen auf ein Ende von Diskriminierungen aufgrund einer anderen sexuellen Identität

Bangkok - Fast zehn Monate nach dem Militärputsch in Thailand hat eine von der Armee ernannte Kommission einen neuen Verfassungsentwurf gebilligt. Damit ist der Weg für ein Referendum im August frei und noch vor Jahresende könnten Wahlen stattfinden. Der Kommission zufolge ist die 309 Artikel umfassende Vorlage demokratischer als die so genannte Volksverfassung, die das Militär nach der Entmachtung von Premierminister Thaksin Shinawatra im September außer Kraft gesetzt hatte.

In einem Versuch, Diskriminierungen zu beenden, kam die Kommission überein, Lesben, Schwulen und Transgender Personen in der neuen Charta offiziellen Status zuzuerkennen. Neben einer Garantie für die gleichen Rechte von Frauen und Männern votierte die Kommission einstimmig dafür, sich im Verfassungsentwurf in einer Referenz "auf die mit anderen sexuellen Identitäten" zu beziehen. Homosexuellen-Gruppierungen begrüßten den Schritt und hoffen, dass damit künftig Diskriminierungen aller Art bekämpft werden können. Obwohl das Land gegenüber Homosexualität sehr offen wirkt, bestehen zahlreiche Nachteile für nicht-heterosexuelle Personen, erklärten MenschenrechtlerInnen. Beispielsweise werden Transvestiten inzwischen vom Militärdienst mit der Begründung "physisch unfit" abgelehnt. Vor dem Jahr 2005 wurden sie jedoch als "dauerhaft geisteskrank" abgestempelt - offiziell festgehalten in Dokumenten, welche bei Bewerbungen um einen Arbeitsplatz vorgelegt werden müssen. (APA/Reuters/red)

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