Ricky und Ronny in Residence

31. Juli 2007, 19:02
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Wie etablierte und junge Künstler einander bei ImPulsTanz begegnen

Tanz ist eine besondere und heutzutage eine besonders anspruchsvolle Kunstform, in der es nicht mehr nur um virtuose Handhabung des Körpers geht, sondern auch um eine Vielfalt an Methoden und künstlerischen Strategien.

Um Tänzern und Choreografen die Möglichkeit zu geben, sich ohne Produktionsstress weiterzuentwickeln und Neues auszuprobieren, hat sich die Einrichtung von Künstlerresidenzen etabliert.

ImPulsTanz beherbergt diesen Sommer – neben den acht [8:tension]-Gruppen – je zwei Wochen lang Jennifer Lacey und das Needcompany-Duo Maison Dahl Bonnema. Lacey beschäftigt sich mit fünf Künstlern (darunter Alice Chauchat und Barbara Manzetti) mit der Vorbereitung einer größeren Arbeit. Und Hans Petter Dahl treibt mit Anna Sophia Bonnema eine Pop-Oper vor, The ballad of Ricky and Ronny.

Unter dem Titel TURBO verbirgt sich eine Kooperation von Künstlern und Veranstaltern zur Ermöglichung von Spielräumen für junge Tanzschaffende.

Als "Turbos" dieses Sommers sind bei ImPulsTanz Ewa Bankowska, Nicole Rutrecht und Heidi Willms bestens aufgehoben, die vier Wochen lang an Researchprojekten teilnehmen, ihre eigenen Coaches bekommen (Wendy Houstoun, Milli Bitterli, RoseAnne Spradlin und Mathilde Monnier) und auch die Aufführungen im Festival verfolgen. Dabei geht es darum, Verbindungen zu älteren und etablierten Künstlern zu schaffen.

Ein besonderes Format haben sich Sabile Rasiti und Stephanie Rauch ausgesucht – "mobile Residencies". Die beiden Tänzerinnen-Choreografinnen werden an verschiedenen Orten zu jenem Thema arbeiten, das jeden Körper beendet. Der Tod ist ja ein Wiener Ehrenbürger. (ploe, DER STANDARD/Printausgabe, 10.07.2007)

  • Links sehen Sie nicht Jérôme Bels Schwester, sondern die junge Choreografin Ewa Bankowska, rechts die renommierte Amerikanerin Jennifer Lacey.
    fotos: bankowska (li.), kirchner (re.)

    Links sehen Sie nicht Jérôme Bels Schwester, sondern die junge Choreografin Ewa Bankowska, rechts die renommierte Amerikanerin Jennifer Lacey.

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