Freude über Entwicklung im Norden

9. Juli 2007, 21:29
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China-Technologie-Park in Kagran - LGV-Areal wird "Stadtquartier" - Nordbahnhof als zentrale Entwicklungszone - mit Grafik

Durch den Ausbau der U-Bahn-Linie U1 nach Leopoldau zählt der Norden Wiens momentan zu den dynamischsten Gebieten in Sachen Stadtentwicklung. Das Areal rund um das Kagraner Zentrum ist demnach einer der zentralen Projektstandorte, an denen auch ehemaliges Industriegelände in die Erschließung neuen Wohnraums miteinbezogen werden soll.

Der Wiener Planungsstadtrat Rudolf Schicker betont, dass neue U-Bahn-Achsen zweifellos "Motoren der Stadt" seien, wie das Gebiet entlang der neuen U1-Stationen zwischen Kagran und Leopoldau deutlich zeige. Vor allem rund um die ehemalige Endstelle Kagran werden gerade einige Projekte realisiert oder sind in Planung. So soll in Kooperation mit chinesischen Partnern der "China Austria Technology Park" (CATP) am Dr.-Adolf-Schärf-Platz errichtet werden. Außerdem gebe es Überlegungen, "das administrative Zentrum des 22. Bezirks" hierher zu verlegen, so Schicker. Angedacht ist auch eine Ausweitung der Verkaufsflächen im Donauzentrum.

"Generationsübergreifendes Wohnen"

Neue Siedlungsräume in der Umgebung wurden bereits erschlossen, etwa an der angrenzenden Attemsgasse. Dort soll ein innovatives Konzept "generationsübergreifendes Wohnen" ermöglichen. Das gut 100 geförderte Mietwohnungen umfassende Niedrigenergiehaus ist an die Bedürfnisse sowohl der "senior citizens" als auch der jungen, aktiven Städter angepasst, versicherte Schicker. Die gesamte Anlage sei barrierefrei gestaltet, eine Gemeinschaftsterrasse soll das soziale Miteinander fördern.

Bei der Schaffung neuer Wohnflächen werden auch ausgediente Industrieareale berücksichtigt. So wird das ehemalige Logistikzentrum der LGV Frischgemüse Wien an der U-Bahn-Station Kagraner Platz in ein "auf moderne Lebensbedürfnisse ausgerichtetes Stadtquartier" umgewandelt, das nicht nur 350 neue Wohnungen, sondern auch soziale Einrichtungen, Geschäfts- und Gastronomieflächen sowie Erholungs- und Freizeitangebote beinhalten soll.

Aber auch jenseits der Donau - im 2. Bezirk - wird intensiv geplant: Als eine der größten und bedeutendsten innerstädtischen Entwicklungszonen gilt seit Jahren das 75 Hektar große Nordbahnhofgelände. Neben der Umstrukturierung der umliegenden ÖBB-Gleisanlagen und der im Umfeld geführten öffentlichen Verkehrsmittel ist hier die etappenweise Bebauung des gesamten Geländes mit insgesamt rund 9.000 Wohnungen bis 2020 geplant. Unter den Projekten finden sich das - speziell an Bedürfnissen von Radfahrern orientierte - Wohnkonzept "City-Bike", die Besiedelung der ehemaligen Busgarage der Wiener Linien, die Erneuerung des Rudolf-Bednar-Parks und die Errichtung einer Schule. (APA)

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