Netzeitung gehört nun "Berliner-Zeitung"-Eigner Montgomery

26. Juli 2007, 20:41
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Bundeskartellamt gab grünes Licht für die Transaktion - Bisher gehörte die Netzeitung-Gruppe dem norwegischen Orkla-Konzern

Der britische Medienunternehmer David Montgomery darf nach dem Berliner Verlag ("Berliner Zeitung") und der "Hamburger Morgenpost" auch die Netzeitung übernehmen. Das deutsche Bundeskartellamt gab grünes Licht für die Transaktion, wie eine Behördensprecherin am Montag sagte. Bisher gehörte die Netzeitung-Gruppe, zu der auch die Internet-Plattformen Netdoktor, Golem und Autogazette zählen, der Mediensparte des norwegischen Orkla-Konzerns.

Die im Jahr 2000 gegründete Netzeitung ist Deutschlands erste und einzige Zeitung, die nur im Internet erscheint. Pro Monat erreicht sie nach eigenen Angaben rund 600.000 Nutzer. Ihr neuer Eigentümer, die BV Deutsche Zeitungsholding GmbH, gehört zu Montgomerys Investmentfirma Mecom Group. Der ehemalige Chef der Londoner Boulevardzeitung "The Mirror" will einen großen europäischen Medienkonzern formen und weitere deutsche Verlage kaufen. Orkla hatte bereits sein Mediengeschäft in sieben Ländern an Mecom verkauft und wurde im Gegenzug an der Investmentfirma beteiligt.

Montgomerys Einstieg am deutschen Zeitungsmarkt hatte wie berichtet für großes Aufsehen und heftigen Widerstand gesorgt. Die Redaktion der "Berliner Zeitung" sah mit dem als harten Sanierer bekannten Montgomery die journalistische Qualität in Gefahr. (APA/Reuters)

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