Gerangel um Adalbert-Stifter-Denkmal in Oberösterreich

16. Juli 2007, 11:55
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Statue ist seit zwei Jahren auf "Sommerfrische" im Mühlviertel - Linz will Böhmerwald-Dichter zurück

Linz - Ein regelrechtes Gerangel um ein Denkmal des oberösterreichischen Dichters Adalbert Stifter gibt es zwischen Linz und der Mühlviertler Gemeinde Kirchschlag. Das berichtete das ORF-Radio Oberösterreich am Montag. 2005 war die Statue im Rahmen einer Kunstaktion von der Landeshauptstadt nach Kirchschlag übersiedelt. Aus der geplanten "Sommerfrische" für den Literaten ist aber mittlerweile ein Daueraufenthalt geworden.

Seinen angestammten Platz hat das Stifter-Denkmal vor dem Landhaus, dem Zentrum der Landespolitik. Von dort übersiedelte es vor zwei Jahren auf den Breitenstein. Die gute Aussicht scheint dem Böhmerwald-Dichter gefallen zu haben, denn er blieb im Mühlviertel. In Kirchschlag begründete man das mit der schwierigen Erreichbarkeit des Standortes und dem Winter.

Mittlerweile ist die Statue zwar umgezogen, aber nur innerhalb ihres Urlaubsortes. Sie erhielt einen Platz direkt neben der Stiftervilla. Die Linzer hätten den in Stein gemeißelten Literaten nun zwar gerne zurück, der lässt aber weiterhin auf sich warten. Die Begründung der Kirchschlager diesmal: Auf der Promenade vor dem Landhaus in Linz werde derzeit eine Tiefgarage errichtet - und auf der Baustelle würde sich ohnehin niemand eine Statue ansehen.

Bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind, soll die Statue noch die Mühlviertler Gastfreundschaft in Anspruch nehmen dürfen. Dann - rechtzeitig zum Kulturhauptstadtjahr 2009 - will Kulturreferent Landeshauptmann Josef Pühringer das Denkmal wieder vor dem Landhaus aufstellen lassen, wie er am Rande einer Pressekonferenz am Montag in Linz der APA sagte. (APA)

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