Bene-Möbel baut aus und will zukaufen

8. Juli 2007, 19:49
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Der Vertrag für ein neues Grundstück ist unterschriftsreif - Vorstand: "Börsengang hat diszipliniert"

Wien - Seit rund einem dreiviertel Jahr notiert der Büromöbelhersteller Bene an der Wiener Börse. "Der Börsengang hat dem Unternehmen viel Aufmerksamkeit gebracht", sagt Frank Wiegmann, Vorstandsvorsitzender von Bene. Das Image sei gestiegen, und man habe in allen Märkten gut wachsen können.

Asien ist "Zukunftsmusik"

Damit das Auftragsvolumen erledigt werden kann, wird die Produktion in Waidhofen an der Ybbs ausgebaut. Der Vertrag für ein zusätzliches Grundstück wird in den kommenden Tagen unterschrieben. An eine Abwanderung der Produktion, etwa nach Osteuropa, denkt man bei Bene nicht. "Wenn wir eine neue Produktion bauen, dann in Asien", sagt Wiegmann. Das hätte den Vorteil, vor Ort schnell und flexibel liefern zu können. "Das ist aber noch Zukunftsmusik und ein Projekt, das wir in vier bis sechs Jahren realisieren wollen", so der Bene-Chef.

"Der Börsengang hat das Unternehmen aber auch diszipliniert", sagt Wiegmann zum STANDARD. Die Investoren und Analysten würden das Unternehmen laufend unter die Lupe nehmen und informiert werden.

Zukäufe geplant

In Österreich, wo der Markt beinahe gesättigt ist, will Bene über Innovationen Marktanteile dazubekommen. Medienintegration sei derzeit ein großes Thema: Die Bedienung sämtlicher Medien (Beamer, Video, Audio) soll von einem Tisch aus möglich sein und vor allem in Konferenzräumen zum Einsatz kommen. Auch im Segment Stühle setzt Bene auf neue Konzepte. Klone und "Nachmachereien" ärgern Wiegmann: "Jeder Anbieter soll seine Innovationen selber machen."

Wachsen will Bene nicht nur aus eigenem Antrieb, sondern auch durch Zukäufe im deutschsprachigen Raum. Knifflig gestalte sich der nordische Markt, da es dort "viele Platzhirsche gibt".

Mitarbeiter gesucht

Den Fachkräftemangel spürt auch Bene. Für den Standort in Waidhofen sucht man derzeit 50 Mitarbeiter, davon 20 Schreiner. "Leute zu finden ist nicht leicht", sagt Wiegmann, der das auch auf den mangelnden Mobilitätswillen zurückführt. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.7.2007)

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