Ein Luxusschiff, das hohe Wellen schlägt

11. Juli 2007, 10:53
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Schweizer Hafen für "MS Sonnenkönigin"

Bregenz - "Möglichst hohe Wellen schlagen" will Touristik-Unternehmer Walter Klaus (Silvretta Nova, Vorarlberg Lines Bodenseeschifffahrt) mit seinem neuen Luxusschiff "MS Sonnenkönigin". Das größte und schönste Eventschiff auf dem Bodensee soll es werden: 69 Meter lang, fast ganz aus Glas, fünf Decks, Platz für 1000 Gäste. Im Inneren multifunktional für Edelevents - Konzerte, Kongresse, Shows.

Noch ist der schwimmende Glaspalast ein Stahlgerippe, das Wellenschlagen klappt aber bereits vorzüglich. Auch wenn Walter Klaus über das jüngste Aufsehen, das sein Schiffsabenteuer in deutschen Medien erregte, gar nicht erfreut war. Hubert Gorbach, Kurzzeitgeschäftsführer der Klaus Holding, und Klaus hätten sich wegen des Schiffes zerstritten, die Bodan-Werft sei wegen des Baus des Prototyps in Schieflage geraten, Klaus kaufe nun die Werft, war in deutschen Medien zu lesen. Am 7. 7. 07 um 7.07 Uhr trat Klaus zum großen Dementi an, mit einer Feier für Freunde und Medien wurde die "Sonnenkönigin" präsentiert und klargestellt: Er denke nicht an eine Übernahme der Werft, man sei im Zeitplan, mit Saisonbeginn 2008 werde die "Sonnenkönigin" über den See gleiten. Den frühmorgendlichen Präsentationstermin habe er auch gewählt, "weil die, die uns nicht wohlgesinnt sind, dann noch schlafen", stichelte Klaus.

Kostensteigerungen

Was Klaus aber nicht dementieren konnte, sind die Kostensteigerungen beim Schiffsbau. Wurde vor einem Jahr noch von 8,5 Millionen Euro für das Luxusschiff plus ein kleines Charterschiff gesprochen, beziffert Walter Klaus nun die voraussichtlichen Kosten mit rund zwölf Millionen Euro. Liegen wird das Schiff der Sonnenkönigin AG (51 Prozent Klaus, 49 Prozent die Schweizer BSB Bodenseeschifffahrt) in einem Schweizer Hafen. "Denn dort haben wir ein Hinterland mit potenziellen Kunden. Die Schweizer sind bereit, Geld auszugeben", so Klaus. (Jutta Berger/DER STANDARD-Printausgabe, 9.7.2007)

  • So soll die "MS Sonnenkönigin" einmal aussehen. Ihr Stahlgerippe ist bereits fertig.
    bild: sonnenkönigin ag

    So soll die "MS Sonnenkönigin" einmal aussehen. Ihr Stahlgerippe ist bereits fertig.

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