Opposition will Kräfte vereinen

26. Juli 2007, 17:05
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Musharraf-Gegner trafen sich in London

London - Der im Exil lebende frühere pakistanische Regierungschef Nawaz Sharif wirbt für einen Zusammenschluss aller Oppositionsparteien. Alle hätten dasselbe Ziel: die Diktatur abzuschaffen und zur Demokratie zurückzukehren, sagte Sharif laut seinem Sprecher bei einem Treffen von Oppositionellen am Wochenende in London.

Sharif, der bis 1999 regierte und dann vom heutigen Staats- und Armeechef Pervez Musharraf aus dem Amt geputscht worden war, rief zu einem Boykott der Parlamentswahlen im Herbst auf. Eine andere Möglichkeit sei, dass alle Parteien gemeinsam zur Wahl anträten.

Auf der Londoner Konferenz wollten die Oppositionspolitiker über einen Fahrplan zur Rückgewinnung der Demokratie abstimmen, den Sharifs Lager vorgelegt hat. Dieser sieht "die Abhaltung freier und fairer Wahlen unter einer Übergangsregierung ohne Musharraf" vor sowie eine unabhängige Justiz. Sharif selbst will laut seinem Sprecher nicht als Premierminister kandidieren. Das Treffen erfolgt vor dem Hintergrund zunehmenden innenpolitischen Drucks gegen den pakistanischen Staatschef. Auslöser war die Absetzung von Iftikhar Chaudhry, dem obersten Richter des Landes, im März.

Die zweite Oppositionsführerin, Benazir Bhutto, die in London und Dubai lebt, hatte kürzlich angekündigt, sie wolle wieder in ihre Heimat zurückkehren. Bhutto, die von 1988 bis 1990 und von 1993 bis 1996 Premierministerin war, erklärte, sie sei bereit, ein Bündnis mit Sharif einzugehen. Beide Politiker waren während ihrer Amtszeiten ständig mit Korruptionsskandalen konfrontiert. (AFP, red, DER STANDARD, 9.7.2007)

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