Agenten: USA verpassten Chance für Schlag gegen Al-Kaida

12. Juli 2007, 15:32
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Militäreinsatz gegen Al-Kaida-Vize Aiman al-Zawahiri in Pakistan abgebrochen

New York - US-Geheimdienstmitarbeiter werfen einer Zeitung zufolge Präsident George W. Bushs Regierung vor, eine Chance zur Festnahme hochrangiger Al-Kaida-Führer verpasst zu haben. Die "New York Times" berichtete am Samstag auf ihrer Internetseite, im Jahr 2005 habe der damalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld in letzter Minute einen Militäreinsatz gegen den Al-Kaida-Vizechef Aiman al-Zawahiri in Pakistan abgebrochen. Zu dem Zeitpunkt seien die für die Operation vorgesehenen Soldaten bereits an Bord eines Transportflugzeugs in Afghanistan gewesen.

Verhältnis zu Pakistan

Rumsfeld sei der Einsatz zu riskant für die eigenen Soldaten gewesen, zitierte das Blatt Mitarbeiter der Geheimdienste und der Militär-Spezialkräfte. Zudem habe er befürchtet, dass die Mission das Verhältnis zu Pakistan belasten könnte. Wahrscheinlich hätte die Regierung in Islamabad nicht ihre Zustimmung zu der umfangreichen Operation gegeben. Dennoch wäre der mögliche Erfolg das Risiko Wert gewesen, sagte ein hochrangiger Ex-Agent der Zeitung zufolge.

Das Verteidigungsministerium, der Geheimdienst CIA und das Präsidialamt wollten sich laut "New York Times" nicht zu den Informationen äußern. "Wir werden nicht über mögliche Planungen spekulieren", sagte Militärsprecher Patrick Ryder der Nachrichtenagentur Reuters. (APA/Reuters)

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