Deutschland weiß nichts von Jet-Deal und will "wohlwollend prüfen"

20. Juli 2007, 14:00
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Noch keine offizielle Anfrage wegen gebrauchter Jets - Eurofighter-Sprecher gereizt: Wie wir die Maschinen liefern, "kann Österreich völlig egal sein"

Wien - Das deutsche Verteidigungsministerium weiß nichts von einer etwaigen Abgabe gebrauchter Eurofighter an Österreich, wie diese von Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) nach den Vergleichsverhandlungen mit der Eurofighter GmbH in Aussicht gestellt worden war. Wie der Sprecher der deutschen Luftwaffe gegenüber "profil" betont, sei "noch keine offizielle Anfrage bezüglich gebrauchter Bundeswehr-Jets" an das Verteidigungsministerium herangetragen worden.

Was das deutsche Ministerium laut "Spiegel" verwundert: "Wir wären gerne vorher gefragt worden", zitiert das deutsche Nachrichtenmagazin den Rüstungsstaatssekretär Peter Eickenboom. Nach Vorliegen einer Anfrage werde man das Ansuchen aber "wohlwollend" prüfen.

Im Ressort von Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) heißt es, man wolle sich nicht einmischen. Die Einigung mit Eurofighter sei unter Dach und Fach und es sei nun die Sache der Anbieter, wie sie die Angelegenheit regelten, erklärte Sprecher Answer Lang auf Anfrage der APA.

Eurofighter-Sprecher Wolf-Dietrich Hoeveler reagiert gegenüber "profil" diesbezüglich gereizt: "Wir haben uns verpflichtet diese Maschinen zu liefern. Wie wir das machen, kann Österreich völlig egal sein. Die Details gehen niemanden was an." (APA)

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