Strategien gegen Networking-Burnout

Ihnen stehen schon beim Lesen von "Buffet & Networking" auf einer Einladung die Haare zu Berge? Vier Phasen des gelungenen Business-Networkings

Sie sind einer jener Menschen, denen alleine beim Lesen von "Buffet & Networking" auf einer Einladung schon die Haare zu Berge stehen? Die Networking für eine unsinnige Sache halten und es selbst nie anwenden würden? Haben Sie schon einmal Ihren Geschäftspartner um einen Tipp bezüglich eines guten Hotels im Ausland gebeten oder jemanden angerufen, um sich über ein Jobangebot zu informieren? Dabei haben Sie bereits unbewusstes Networking betrieben - denn ob wir wollen oder nicht, ständig managen wir bewusst und unbewusst unser soziales Leben. Man kann nicht nicht netzwerken!

Sie haben erkannt, dass Networking eine wichtige Rolle in Ihrem Geschäftsleben spielt und sind seither bei jeder erdenklichen Veranstaltung anzutreffen? Ihr Visitenkartenordner quillt fast über und Ihr Account bei Xing weist tausende Kontakte auf? Bei Networking en masse müssen Sie sich dessen bewusst sein, dass nur wenige Menschen es beherrschen, so viele Verbindungen zu pflegen und eine Balance zwischen Geben und Nehmen zu schaffen. Manche enden dabei im Networking-Burnout, in welchem man weiterhin krampfhaft nach neuen Kontakten sucht, der Sinn der Sache aber verloren geht. Networking ist kein Sammeln von Kontakten, sondern der Aufbau langfristiger Beziehungen.

Sie haben Ihre geschäftlichen Ziele definiert und sind auf der Suche nach Partnern für die Umsetzung? Sie kennen die Ziele anderer und fragen sich, wie Sie zu deren Erreichung beitragen können? Beim zielorientierten Networking kommt es durch professionelle Pflege der Beziehungen zum Aufbau eines den Zielen angepassten Netzwerks. Es ist oft schwierig, gezielt zu netzwerken, da Beziehungen meist von sich aus entstehen müssen - aber bereiten Sie sich auf das nahende Event vor, informieren Sie sich über die eingeladenen Gäste. Spielen Sie in Gedanken durch, mit wem Sie sich Synergien vorstellen können, und planen Sie Ihre Vorgehensweise.

Sie besitzen die Freiheit, aus einem Pool qualifizierter Menschen denjenigen zu wählen, der Ihnen für das angestrebte Ziel am geeignetsten erscheint? In der Brainsworking-Phase geht es nicht mehr um reines Netzwerken, sondern vielmehr um menschliche Beziehungen. Das Netzwerk ist bereits vorhanden, es findet eine selektive Erweiterung statt, seine Struktur passt sich automatisch veränderten Gegebenheiten an. Im Mittelpunkt stehen Wissens- und Erfahrungsaustausch, um gemeinsam die Realisierung von Visionen zu bewirken - Networking in seiner Vollendung! (Selma Prodanovic, Der Standard, Printausgabe 7./8.7.2007)

*Selma Prodanovic ist Gründerin der Brainswork-Group und Management-Beraterin. Brainwork-Group
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11 Postings
Die beste Networkingpflege

ist die, mit Networkingpartnern einen Saufen gehen, da stellen sich sehr rasch gemeinsame Interessen/ Ziele heraus und ein gemeinsamer Kater am nächsten Tag hat was Verbindendes .....

Gut möglich...

...daß dieses ganze Networking - Gedöns eigentlich nur eine subtile Indoktrination ist, um mehr Leute in den neuen Spiderman (TM) - Film zu bringen oder das ganze Spiderman (TM) Merchandising - Glumpert zu kaufen!?

Kleine Spinnenkunde

Könnte sein möglich.

Ich hab in meiner Wohnung manchmal Spinnen.
Die spinnen kunstvoll ihre Netze, laufen schnell davon, wenn ich das Licht anmache und beobachten mich dann aus einem geschützen Winkel mit ihren 8 Augen.

Diese Arachnoiden sind wahre Meister im Netzwerken. Und das seit Millionen Jahren.

Ich muß aber zugeben, dass sie mir nicht ganz geheuer sind und mir schon ein bissl vor ihnen schaudert.

Ich fang sie halt manchmal (wenn ich sie erwische)mit einem Plastikbecher ein und setz sie auf dem Balkon aus.

Töten will ich die Tierchen nicht.

Dabei haben Sie bereits unbewusstes Networking betrieben

Erschreckend, wie mit der Zeit alle normalen menschlichen Handlungen für prof. Gerstelverdien-Zwecke "professionalisiert" und damit profanisiert werden.
Mit Leuten reden und Beziehungen haben = networking.

Das könnte man ausbauen:
Die Mittagspausenwurstsemmel unbewußt verdrücken - corporate downwolfing.
unbewußt kurz aufs Klo gehen - restrooming.
unbewußt auf die Kollegen schimpfen - Namecalling.
unbewußt dem Chef hinten reinkriechen - corporate Bottoming.
unbewußt auf dem gerade gewischten Gang ausrutschen - wet-floor-sliding.

Da dies alles natürlich kein Mensch auf topprofessionellen Arbeitsplätzen von selber bewußt kann, ergibt dies immens viele Betätigungsfelder für die richtigen Coaches, nicht wahr, Management- Quatscher?

Dein Ansatz ist ausbaufähig und würde zu einem ungeahnten Beschäftigungsboom in der Coaching-/Trainings-/Beratungsbranche führen.

Da wirklich jede menschliche Handlung der Betreuung durch einen hochqualifizierten Coach bedarf, kämen auf jeden Einwohner mindestens 100 Coaches.

Alle Bewohner des Landes könnten sich gegenseitig coachen. Die Arbeitslosigkeitkeit wäre mit einem Schlag vorbei. Man müßte sogar Millionen ausländischer Coaches importieren, um den Arbeitskräftemangel im Coachingbereich zu lindern.

Ich bin mir jetzt sicher: Coaching ist die Lösung.
Wir gehen einem goldenen Zeitalter entgegen.

Beim Schreiben dieser Zeilen hat mich natürlich mein persönlicher Schreib-Coach beraten/unterstützt.

Genau.

Der Job ist dann nur, das "Matching" zwischen Coach und Coachee herzustellen. Wer passt zu wem?

Die Coaches für Bauhackler müßten es verstehen, das bewußte "6-pack-carrying", bzw. "16th- tin- carrying" an die Oberfläche zu heben, das vorher nur ein unbewußtes "hoi es bier" war.
Die Beamtencoaches hätten die Aufgabe, einfühlsam aus dem unbewußten Beamtenschlaf das professionelle "civil-servant´s- snoring" zu machen.
Der Coach für Putzfrauen wäre sehr gefordert: hat er doch die nicht leichte Aufgabe, statt dem unbewußten "Aysegül, du nix rumstehen, do putzen, hayde, hayde!" das professionelle "osman-woman-very-busy-sweeping" zu trainieren.

Ist das geschafft, so ist die Sache geritzt.
(Posting coached by Postkutsche.at)

;)

Gebongt !

Die Wissensgesellschaft von der alle Zukunftsforscher (z.b. der geniale Matthias Horx) immer schwärmen wäre schlagartig Realität.

Arbeitslosigkeit baba und fall net.

Wir coachen uns gegenseitig, die Milch kommt aus dem Supermarkt und der Strom aus der Steckdose.

Alles wird gut !

In der Wissens-Gesellschaft...

"In der Wissens-Gesellschaft, wo Kreativität den entscheidenden Wirtschaftsfaktor darstellt, arbeitet man am besten beim Gärtnern, beim Joggen, beim intensiven Gespräch - in jedem Fall in Bewegung."
Ein Zitat des Mannes.
Wie wahr, aber auch dafür brauchts den gewieften Coach:
Wenn der blaumachende Ladenschwengel vom Billa lieber joggt als an der Scannerkasse sitzt und der Filialleiter kommt wutentbrannt drauf, kein Problem, schon springt der Coach in die Bresche und erklärt dem Filialhäuptling, welchen Profit Billa aus dieser Kreativität bezieht!
Wenn der Glaube dieses Mannes eher endenwollend ist, dann kann der Jogger zwar künftig vom AMS in den Bewerbungskurs joggen, aber was solls? Vielleicht kriegt der Coach dann den Kassenjob?

Klingt voll SPANNEND. Echt!

Dieses Networking-Burnout bereitet auch mir große Sorgen. Habe große Angst.

Dass diese "Berater" nur mäßig originell sind, merkt man dem Spruch "Man kann nicht nicht netzwerken".

hi, hi, hi, da wurde der Spruch von Watzlawick ein bißchen umgemodelt. Wie originell.

Danke, der Nachfrage nach meinem Befinden, aber mir ist schon schlecht, wenn ich diesen Berater-Quack-Sprech lese. Dazu bedarf es keines Buffets mehr.

Was auch gefällt: der dezente Link auf die Firmenhomepage der artikelschreibenden Management-Beraterin.

Das ist aber jetzt kein Schleichwerbeartikel - oder ?





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