Schotter mit Potter

15. April 2008, 11:19
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Bücher, Filmrechte, Lizenzprodukte: Die Magie der Zahlen

Selbst notorische Potter-Skeptiker unter den Literatur-Enthusiasten haben Grund, den Zauberlehrling zu lieben: Nicht wenigen Buchhandlungen sicherte er in den vergangenen Jahren einen soliden Jahresumsatz - und also die Existenz. Für den kommenden Herbst garantiert HP nahezu weltweit eine verlustfreie Bilanz: HP7, Harry Potter and the Deathly Hallows, hebt in wenigen Tagen ab zu seinem unschwer prognostizierbaren Höhenflug - mit einer Startauflage von 12 Millionen Exemplaren allein in den USA. Auch Österreichs Buchhandel darf einem gesegneten Weihnachtsfest entgegensehen: Am 27. Oktober beginnt der Verkauf der deutschen Version - Startauflage: 2 Millionen.

Genau 10 Jahre nach Erscheinen des ersten Bandes bei Bloomsbury in London - damalige Startauflage übrigens bescheidene 1000 Exemplare - erreichen Produkte rund um den Brillenträger Verkaufszahlen, bei denen selbst hartgesottene Rationalisten dem Glauben an Magie anheim fallen. Eine Auswahl: Insgesamt 325 Millionen Bücher gingen, in 65 Sprachen, bisher über die Ladentische der Welt, 25 Millionen allein von der deutschen Ausgabe. Doch der Buchmarkt ist längst nicht mehr Zentrum des Zahlenzaubers: Umgerechnet 3,7 Milliarden Euro soll das Filmstudio Warner Bros rund um die ersten vier Potter-Filme (Kino-Einnahmen, DVD-Verkäufe, TV-Rechte) bereits verdient haben. Zudem vergab es Lizenzen an etwa 300 Firmen. Der Spielwaren-Riese Mattel erwarb für 50 Millionen Euro das Recht auf die Produktion von Potter-Spielzeug. Fan-Artikel im Wert von rund 2 Milliarden Euro sollen pro Film verkauft werden. Und ein Reich, das endgültig nicht mehr von dieser Welt ist, entsteht in Orlando/USA: Der Harry-Potter-Freizeitpark. Eröffnung: 2009. (cia/ DER STANDARD, Printausgabe, 07./08.07.2007)

  • Das Cover der amerikanischen Ausgabe von Harry Potter 7.

    Das Cover der amerikanischen Ausgabe von Harry Potter 7.

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