Murdoch und Dow Jones ringen weiter um eine Übernahme

9. Juli 2007, 11:01
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Frage der redaktionellen Freiheit ist ein Knackpunkt der Gespräche

Die seit Monaten andauernden Übernahmeverhandlungen zwischen Milliardär Rupert Murdoch und dem US-Medienkonzern Dow Jones ziehen sich weiter hin. Aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen hieß es am Freitag, vor allem sei der Preis immer noch strittig. Murdoch bietet fünf Mrd. Dollar (3,68 Mrd. Euro). Ein Sprecher von Dow Jones dementierte einen Bericht des Londoner Magazins "The Business", wonach sich beide Seiten schon auf eine Übernahme geeinigt haben. Dem Blatt zufolge soll bereits kommende Woche eine Vereinbarung bekannt gegeben werden. Der Sprecher sprach von "falschem Alarm".

Vergangene Woche hieß es aus Kreisen bereits, beide Seiten hätten sich auf die Einsetzung einer unabhängigen Kommission geeinigt. Diese solle nach einer Übernahme die leitenden Redakteure der wichtigsten Dow-Jones-Zeitung "Wall Street Journal" ernennen und abberufen können. Damit versuchte Murdoch Befürchtungen der Bancroft-Familie, die Dow Jones kontrolliert, vor einer Einmischung des Milliardärs in die redaktionelle Arbeit entgegen zu treten. Die Frage der redaktionellen Freiheit ist ein Knackpunkt der Gespräche über das Kaufangebot für den 125 Jahre alten Traditionsverlag. (APA/Reuters)

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