Urlaubs-Euro heuer weniger wert

21. Jänner 2008, 16:05
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In der Türkei erhält man 22 Prozent weniger als 2006, weniger gibt es auch in Thailand. Nur in Italien gibt es ein Prozent mehr als im Vorjahr

Wien - Österreichische Urlauber erhalten für ihren Urlaubs-Euro in einer Reihe beliebter Reisedestinationen im heurigen Sommer deutlich weniger als im vergangenen Jahr. Aufgrund der hohen Inflation und Aufwertung hat sich der Wert des Urlaubs-Euro in vielen Top-Urlaubsländern der Österreicher reduziert. Sogar in der Türkei, wo man bisher immer am meisten für sein Geld bekommen hat, bekommt man für seinen Euro heuer rund 22 Prozent weniger als im Jahr davor, gab die Bank Austria (BA-CA) in ihrer Aussendung vom heutigen Freitag bekannt.

Türkei und Ungarn teurer als im Vorjahr

Neben der Türkei hat der Euro gegenüber dem Vorjahr vor allem auch in Ungarn an Wert verloren - um etwa 11 Prozent. Höhere Inflation als in Österreich hat den Wert des Urlaubs-Euros in drei wichtigen Urlaubsländern, Spanien, Griechenland und Großbritannien, gesenkt, wenn auch weniger stark als in der Türkei und Ungarn. Im beliebtesten Urlaubsland der Österreicher, in Italien, erhält man um seinen Euro um bescheidene ein Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch Ferndestinationen merklich teurer

"Auch in einigen wichtigen Ferndestinationen der Österreicher, wie Thailand oder Brasilien, kam es zu einer Aufwertung der Landeswährung gegenüber dem Euro, insgesamt ist der Urlaubs-Euro daher in Ferndestinationen trotz starkem Euro gegenüber dem Dollar heuer (auch insgesamt) nur knapp ein Prozent mehr wert als 2006", so Bank Austria Ökonom Stefan Bruckbauer. In der Schweiz und den USA ist der Urlaubs-Euro dagegen jeweils sieben Prozent mehr Wert als im Vorjahr.

Türkei immer noch am günstigsten

Trotz der starken Aufwertung der türkischen Lira bekommt man in der Türkei, gefolgt von Kroatien und Ungarn, immer noch am meisten für seinen Urlaubs-Euro. 100 Euro sind in der Türkei 146 Euro wert. Zum Vergleich: 2006 waren es noch 178 Euro. Am wenigsten bekommt man im Kauftkraftvergleich für sein Geld in der Schweiz und in Großbritannien. Bei den Eidgenossen erhält man für 100 Euro Waren und Leistungen, die in Österreich nur 84 Euro kosten würden. Bei den Briten liegt das Verhältnis bei 100 zu 97.

Schnäppchen USA

In den USA bekommt man dagegen für seinen Urlaubs-Euro fast ein Fünftel mehr als daheim, was die Vereinigten Staaten dem starken Euro-Kurs verdanken. Gegenüber 2006 hat sich die Kaufkraft des Euro in den USA dadurch noch einmal um 7 Prozent erhöht. Neben den USA sind auch Japan, Hongkong und Ziele in Afrika heuer günstiger als 2006. In anderen Übersee-Destinationen - etwa in Asien, aber auch in Süd- und Mittelamerika - ist der Urlaubs-Euro trotz des starken Euro-Kurses kaum mehr wert als 2006. Besonders stark zurückgegangen ist sein Wert in Australien und Neuseeland. (APA)

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    Die Urlaubsländer der Österreicher werden teurer.

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