Constantia Packaging kauft Mehrheit an Amag

31. Juli 2007, 14:34
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Constantia Packaging kauft noch zwölf Prozent zu und und präsentiert neues Vorstandsteam, Gehard Falch wird Amag-Chef

Wien - Die börsenotierte Constantia Packaging AG hat den Kauf der Austria Metall AG (Ranshofen) endgültig unter Dach und Fach gebracht. Das börsenotierte Unternehmen gab am Freitag bekannt, neben dem Anteil des bisherigen Kernaktionärs Claus Hammerer weitere 12,06 Prozent von der Mitarbeiterstiftung erworben zu haben und damit künftig direkt 73,45 und über über die Constantia Packaging B.V. Niederlande weitere 16,55 Prozent zu kontrollieren. Die Mitarbeiter werden künftig noch zehn Prozent halten.

Zwei VA Tech-Manager im neuen AMAG-Vorstand

Mit der Vertragsunterzeichnung sei die "Basis für die zukunftsweisende Entwicklung der AMAG und ihrer Mitarbeiter" geschaffen worden, erklärte Constantia Packaging-Vorstandssprecher Hanno Bästlein, der bis vor etwa zwei Jahren Vorstand der danach von Siemens übernommenen VA Tech gewesen war.

Ebenfalls aus der VA Tech kommt der neue CEO der AMAG: Gerhard Falch war lange Jahre erfolgreicher Metallurgievorstand der VA Tech. Zu einem späteren Zeitpunkt soll Gerald Mayer Finanzvorstand werden, der seit 2001 das Konzernrechnungswesen der VA Tech geleitet hatte. Bästlein wird bis zur Übernahme des CFO-Jobs durch Mayer die bisher zusätzlich ausgeübte Funktion als AMAG-Finanzvorstand fortsetzen. Danach soll Bästlein in den AMAG-Aufsichtsrat wechseln.

Das Closing der Transaktionen, insbesondere die kartellrechtlichen Genehmigungen wird für die zweite Jahreshälfte 2007 erwartet, so die Constantia Packaging.

Die Constantia Packaging Gruppe ist neben den Bereichen "Wellpappe" und "Flexible Verpackung" nun auch in "Aluminium" tätig. Die Gruppe stellt in 19 Ländern Europas, Asiens und Nordamerikas Verpackungen aus Aluminium, Kunststoff und Wellpappe, unter anderem für die Nahrungs-, Getränke-, Pharma- und Automobilindustrie, her. Die AMAG ist Österreichs Nummer Eins von Aluminium-Halbzeug- und Gießereiprodukten. Das Unternehmen erwirtschaftete 2006 (ohne Extrusion) mit rund 1.300 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 830 Mio. Euro.

Aus dem Zusammenschluss von AMAG und Constantia Packaging AG entsteht ein Konzern, der mit über 8.500 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von mehr als zwei Mrd. Euro erwirtschaften wird. (APA)

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