Dünne Models nicht im "klassischen Sinn" magersüchtig

6. Juli 2007, 12:54
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Experte diagnostiziert Hungeropfer für beruflichen Erfolg - Zuwenig Beratung für professionell Schlanke

Stuttgart - Spindeldürre Models und Sportlerinnen sind in aller Regel nicht im klassischen Sinne magersüchtig. Denn im Gegensatz zur typischen Anorexia nervosa fordere nicht ein psychosomatisches Leiden, sondern der berufliche Erfolg das Hungeropfer, sagte der französische Medizinprofessor Werner Golder in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift".

Die Betroffenen hätten weder eine Abneigung gegen das Essen noch ein gestörtes inneres Verhältnis zu ihrem Körperschema. Sie seien nur bestrebt, ihrem Körper die perfekte Kontur zu geben, die die Öffentlichkeit erwarte.

Mangelnde Beratung

Zwar drohen laut Golder auch dünnen Sportlerinnen etwa beim Turnen, der rhythmischen Sportgymnastik oder dem Eiskunstlauf Mineralisierungsstörungen des Knochens und unfallbedingte Verletzungen. Vor den extremen Folgen der Magersucht blieben SpitzensportlerInnen jedoch meist bewahrt, "weil ihre Trainer um die Bedeutung der richtigen Ernährung für die sportliche Leistung wissen und entsprechende Anweisungen geben".

Vielen Models fehle dagegen eine ähnlich sachverständige Vertrauensperson, die sie vor körperlichem Verfall und Krankheit durch das extreme Hungern bewahre. (APA/AP)

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