Österreich: Schlechte Note für Bildungs-Entwicklungshilfe

25. Juli 2007, 14:38
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"Globale Bildungskampagne" bewertet Entwicklungsarbeit nach fünf Kriterien - Österreich teilt sich letzten Platz mit USA und Griechenland

Wien - Ein miserables Zeugnis stellt die "Globale Bildungskampagne" Österreichs Entwicklungshilfe-Leistungen im Bereich Bildung aus. In einer Rangliste über die Leistungen von 22 Geberländern zur Erreichung des Millennium-Entwicklungsziels "Bildung für alle" rangiert Österreich an letzter Stelle. Kanzler Gusenbauer erhielt auf einer sechsstufigen Skala ein "Mangelhaft" - genau wie US -Präsident Bush.

Bereits zum dritten Mal hat die "Globale Bildungskampagne", ein weltweiter Zusammenschluss von Entwicklungsorganisationen und Bildungsgewerkschaften aus über 100 Ländern, den Staats- und Regierungschefs der 22 Geberländer des OECD-Entwicklungsausschusses dieses Zeugnis über ihren Beitrag zur Erreichung weltweiter Grundschulbildung für alle bis zum Jahr 2015 ausgestellt. In der neuen Studie erweisen sich Norwegen und die Niederlande mit einer Gesamtnote von eins als Klassenbeste. Die schlechtesten Zeugnisse erhielten Australien, Italien, die USA, Griechenland und Österreich.

Bewertet wurden fünf Kategorien, u.a. das Erreichen der Entwicklungshilfequote von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens, ein angemessener Beitrag zur Finanzierung einer Grundschulbildung für alle Kinder oder die Konzentration auf ärmste Länder und auf Länder, in denen vor allem Mädchen keinen Zugang zu Bildung haben. Mit einer Gesamtpunktezahl von 20 von hundert erreichbaren Punkten landete Österreich auf dem letzten Platz. (APA)

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