Schwangere sollten Tropen meiden

8. Juli 2007, 12:00
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Eingeschränkte Impfmöglichkeiten - Zweites Schwangerschaftsdrittel für Urlaubsfahrten besonders geeignet

Frankfurt/Main - Werdende Mütter sollten auf Reisen in die Tropen und Subtropen verzichten. Zur Begründung verweist Michael Wojcinski vom deutschen Berufsverband der FrauenärztInnen auf die in der Schwangerschaft eingeschränkten Möglichkeiten, sich mit Impfungen und Medikamenten vor Infektionen zu schützen.

Höhe und Tiefe vermeiden

Auch von längeren Aufenthalten in über 2.500 Metern Höhe sowie Tauchen in größerer Tiefe rät der Gynäkologe schwangeren Frauen dringend ab. "Für werdende Mütter empfiehlt es sich, innerhalb von Europa zu verreisen und stets gut auf Hygienemaßnahmen zu achten, um Infektionskrankheiten zu vermeiden", sagt Wojcinski.

Dabei sei das zweite Schwangerschaftsdrittel besonders günstig, da sich die Frauen zu diesem Zeitpunkt besonders wohl fühlten und noch nicht zu sehr in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt seien. Wichtig sei, den Mutter-Kind-Pass, Impfpass und Krankenversicherungskarte bei sich zu tragen. Auch die Telefonnummer des behandelnden Frauenarztes solle für alle Fälle parat sein.

Impfungen wenn möglich vor der Schwangerschaft

Grundsätzlich sollten Frauen möglichst schon vor einer Schwangerschaft ihren Impfstatus überprüfen und gegebenenfalls vervollständigen lassen. "Wenn die letzte Auffrischung gegen Keuchhusten oder Tetanus und Diphtherie mehr als zehn Jahre zurückliegt, sollten diese Impfungen aufgefrischt werden", betonte der Arzt.

Ebenso sollte ein ausreichender Schutz vor Masern, Mumps, Röteln und Windpocken unbedingt vor einer Schwangerschaft durch rechtzeitige Impfung gewährleistet sein. Frauen mit Kinderwunsch und Reiselustige sollten zudem gegen Hepatitis B geimpft sein, die Impfung gegen Hepatitis A sowie gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) bei Reisen in Zeckenrisikogebiete sei ebenfalls sinnvoll. (APA/AP)

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