Herzog: "Es gibt keine Ausreden mehr"

22. Juli 2007, 17:46
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Teamchef-Assistent fordert für die Youngsters Spielzeit in der Bundesliga - Lob auch von Hickersberger

Edmonton - Mit seinem Neffen Daniel Gramann hat Andreas Herzog den praktisch fixierten Aufstieg der österreichischen Fußball-U20-Auswahl ins Achtelfinale der Nachwuchs-WM in Kanada bejubelt. Nach dem 1:0 am Donnerstag (Ortszeit) in Edmonton über den Gastgeber ließ sich der Rekord-Internationale und Assistent von Teamchef Josef Hickersberger gemeinsam mit dem Verteidiger fotografieren - und das aus besonderem Grund.

"Immerhin war noch keiner in der Familie so erfolgreich wie er. Ich bin zwei Mal zu einer WM gefahren und zwei Mal in der ersten Runde ausgeschieden", schmunzelte Herzog, dessen Neffe gegen Kanada in der 84. Minute für Gold-Torschützen Rubin Okotie gekommen war und damit sein WM-Debüt feierte.

Der Teamchef-Assistent freute sich nach dem Schlusspfiff "über den größten Erfolg in der Geschichte des österreichischen Nachwuchs-Fußballs. Man hat gesehen, dass jeder einzelne Spieler Potenzial hat. Jetzt müssen es die Club-Trainer auch aus ihnen herauskitzeln", sagte der Wiener und forderte von den Liga-Betreuern neuerlich den verstärkten Einsatz von jungen Österreichern. "Nach so einem Erfolg gibt es keine Ausreden mehr, sie nicht spielen zu lassen."

Hicke: "Nicht so gut wie gegen den Kongo"

Hickersberger hat das Ergebnis als positives Signal für die Nachwuchsarbeit in Österreich gewertet. "Die Leistungen in beiden Spielen sind ein Signal, dass wir mit unserer Nachwuchsarbeit am richtigen Weg sind", erklärte Hickersberger am Freitag.

"Das Spiel gegen Kanada war zwar nicht so gut wie gegen den Kongo", meinte Hickersberger. "Aber dafür hat die Mannschaft das Match nach der Führung besser kontrolliert und sich auch taktisch hervorragend verhalten."

ÖFB-Präsident Friedrich Stickler hatte schon vor dem Abflug des Teams gemeint, dass ein gutes Abschneiden der U20-Auswahl der Stimmung in Österreich auch im Hinblick auf die EURO 2008 im eigenen Land gut tun werde. "Die Burschen haben die Erwartungen bisher mehr als erfüllt", lobte Stickler. (APA)

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    Andreas Herzog und Teamchef Paul Gludovatz.

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