Zwei Mitglieder der Neuen Roten Brigaden festgenommen

13. Juli 2007, 11:38
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In Padua wegen subversiver Tätigkeit verhaftet

Rom - Die italienische Polizei hat am Freitag im Zuge ihrer Ermittlungen gegen die linksextremistischen Neuen Roten Brigaden zwei Personen in Padua festgenommen. Den beiden Linksextremisten im Alter von 52 und 19 Jahren wird subversive Tätigkeit vorgeworfen. In ihren Wohnungen wurde Propagandamaterial gefunden, in dem zum bewaffneten Kampf aufgerufen wird.

Die beiden Festgenommenen gehören zu einer Linksextremistengruppe, von denen 15 Mitglieder im vergangenen Februar festgenommen worden waren. Potenzielle Ziele der Organisation seien das Haus des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, die Zentrale von dessen Medienkonzern Mediaset, ein Professor für Arbeitsrecht sowie eine rechte Zeitung gewesen, sagte Innenminister Giuliano Amato. Einige Anschlagsziele seien eher hypothetisch, bei anderen seien die Vorbereitungen schon konkreter gewesen.

Die Roten Brigaden hatten zum Höhepunkt ihrer Aktivität im Jahr 1978 den ehemaligen Ministerpräsidenten Aldo Moro entführt und ermordet. Die Führung der nächsten Generation der Roten Brigaden war 2003 verhaftet worden, worauf man in Italien davon ausging, dass die Organisation bereits zerschlagen sei. (APA)

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