Onlinekauf von technischen Geräten überfordert Kunden

17. Juli 2007, 17:44
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Fachbegriffe verwirren Konsumenten bei der Produktauswahl und können zu Abbruch des Kaufprozesses führen

70 Prozent der Konsumenten fühlen sich beim Onlinekauf von komplexen technischen Produkten überfordert. Dies ergab eine von der Wirtschaftsuniversität Wien durchgeführte Umfrage. Insbesondere trifft dies auf die ältere Generation und technisch weniger versierte Nutzer zu. "Im Web-2.0-Zeitalter wünschen sich 70 Prozent der Online-Shopper nun auch Produktberatung direkt im Onlineshop", sagt Markus Linder, Geschäftsführer von Smart Information System, dem Auftraggeber der Studie, gegenüber pressetext.

Ende

Der E-Commerce erfreue sich zwar nach wie vor ungebrochener Beliebtheit, jedoch sei ein Ende von zweistelligen Wachstumszahlen in vielen Bereichen absehbar. Forrester Research prognostiziert bereits für viele E-Commerce-Bereiche rückläufige Wachstumsraten, so Linder. "E-Commerce hat sich in den letzten Jahren zu einem Massen-Phänomen entwickelt. Die Mehrheit der Internetuser nutzt die Möglichkeit bequem vom Schreibtisch aus Produkte und Dienstleistungen im Internet zu bestellen. Damit ist in vielen Bereichen bald die natürliche Wachstumsgrenze erreicht. Online-Anbieter, die weiterhin expandieren möchten, sollten sich nun auf jene Zielgruppen konzentrieren, die noch starkes Wachstumspotential aufweisen", meint Linder.

bestellung

"Insbesondere komplexe, erklärungsbedürftige Produkte etwa aus dem Consumer-Electronics-Segment werden heute vorwiegend von technisch versierten Nutzern online bestellt. Die Mehrheit der Konsumenten versteht jedoch bei Begriffen wie Megapixel, Digital-Zoom und PAL/NTSC nur Bahnhof. Konsumenten werden in Online-Shops heute mit einer sehr großen Anzahl von Produkten konfrontiert, die anhand komplizierter technischer Eigenschaften beschrieben werden. Viele Internetuser sind daher bei der Auswahl von Produkten verunsichert und brechen teilweise den Kaufprozess ab", sagt Linder.

Beratung

Die intelligente Suchmaschine "Smart Assistent" des jungen Wiener Unternehmens soll Kunden auch online beratend zur Seite stehen. Die Applikation erhebt die Bedürfnisse der Konsumenten in einem interaktiven Beratungsprozess und empfiehlt jene Produkte aus dem Sortiment des jeweiligen Anbieters, die am besten zu den Wünschen des Konsumenten passen. Hierzu bedient sich das Unternehmen innovativer Semantic-Web-Technologien, die sozusagen eine Erweiterung des World Wide Web um maschinenlesbare Daten darstellen. Informationen im Internet werden dazu zusätzlich zu der für Menschen lesbaren Form auch in einer für Maschinen interpretierbaren Form dargestellt. Im Einsatz ist der kluge Assistent bereits beim Versandhaus Universal. Der Online-Kunde wird dabei bei der Auswahl des passenden TV-Geräts beraten. (pte)

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