Tüpfelchen auf dem Steak

6. Juli 2007, 10:03
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Kräuterbutter: Ob Kotelett, Knoblauchbrot oder Kartoffel - mit würzigen Kräutern vermischte Butter ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Grillerei

Alpenland Kräuterbutter 100 g um € 0,79 (Penny)
Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Ganz besonders dann nicht, wenn Petersilie gegen Knoblauch gegen Schnittlauch gegen Oregano antritt. Was im dieswöchigen Test der Fall ist und verhältnismäßig geringe Unterschiede in der Benotung zur Folge hat; für die subjektive Bewertung durch die Leserschaft dürfte das jeweils präferierte Aroma ausschlaggebend sein. Mein Favorit ist die intensiv würzige Geschmackskombination aus Petersilie und Zwiebel der Alpenland Kräuterbutter. Der verlockende Duft erinnert an Knobi-Streichkäse à la Bressot oder Bojar, und auch optisch macht die zu einem schlanken, quadratischen Stick (ca. drei Zentimeter Durchmesser) geformte, grüne Masse viel her. Salzig, wie sie ist, eignet sie sich ideal für Folienerdäpfel. Und billiger kann man Kräuterbutter selbst kaum machen. 9,0 Punkte

Rela Kräuterbutter 125 g um € 0,99 (Zielpunkt)
Bei dieser Kräuterbutter drängt sich mir der Gedanke an deftige Holzfäller-Steaks auf. Die dicke, unten abgeflachte Rolle (fast fünf Zentimeter Durchmesser) wirkt klobig und eignet sich definitiv nicht für Dekorationszwecke, obwohl die grob gehackten Kräuter als einzelne, grüne Stücke in der hellen Masse auffallen. Stark ist auch der Milchfettgehalt (65 Prozent, sonst 62) sowie der Geschmack nach Oregano. Und - ex aequo mit dem Testsieger - der Preis. 8,5 Punkte

Meggle die Kräuter-Tube 80 ml um € 0,99 (Spar)
Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Was der Spezialist Meggle mit seiner Kräuterbutter-Tubenversion beweist. Sicher, sie erlaubt sparsamste Portionierung, man bekommt dabei keine fettigen Finger und kann hübsche, hellgrüne Rosetten aufs Fleisch drapieren. Dem stehen aber einige Nachteile gegenüber. Insbesondere die extrem weiche Konsistenz - sonst ließe sich die Masse ja nur mühsam durch die Plastiköffnung pressen -, die auf ein 50:50-Verhältnis von Butter und Rapsöl zurückzuführen ist. Und die auf einem heißen Untergrund sofort zerfließt. Kommt die Tube direkt aus dem Kühlschrank, kann die Öffnung durch hart gewordene Butter allerdings trotzdem verstopft sein. Im Geschmack dominieren hier Petersilie und Knoblauch, auch Nachsalzen ist kaum erforderlich. Mit 1,24 Euro pro 100 Gramm ist die Kräuterbutter in der Metalltube die teuerste im Test. 7,5 Punkte

Schärdinger Österreichische Kräuterbutter 125 g um € 1,29 (Billa)
Mittelmäßigkeit prägt die Schärdinger Kräuterbutter: eine mitteldicke (vier Zentimeter Durchmesser) Rolle aus mittelgrüner Masse zu einem mittleren Preis (1,03 Euro pro 100 Gramm). Die Butter schmeckt zart säuerlich, und bei den Kräuteraromen dominiert hier der Schnittlauch, allerdings nicht frischer, sondern die getrocknete Version. Im Winter verständlich, im Sommer sind frisch geschnittene Halme aber vorzuziehen. Was die perfektionistische Hausfrau mit Freude vermerkt: Auf der Verpackungsfolie ist eine Art Lineal aufgedruckt, um das gleichmäßige Portionieren der Butter in 12,5-Gramm-Stücke zu erleichtern. 7,0 Punkte (Marie-Thérèse Gudenus, Der Standard, Printausgabe 6.7.2007)

Jeder Test spiegelt die persönliche Erfahrung der Autorin wider. Punkte: 10=Top, 0=Flop
  • Würzige Butter darf bei keiner Grillerei fehlen.
    grafik: der standard

    Würzige Butter darf bei keiner Grillerei fehlen.

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