Energie AG Oberösterreich auf dem Weg zur Börse

6. Juli 2007, 08:34
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Alle Landtagsparteien mit Ausnahme der SPÖ dafür - Börsegang im Februar 2008 zu erwarten

Linz - Der Landesinfrastrukturkonzern Energie AG Oberösterreich (EAG) ist auf dem Weg zur Börse. Alle Landtagsparteien mit Ausnahme der SPÖ haben in der Nacht auf Freitag für eine Teilprivatisierung durch einen Börsegang gestimmt. Der Beschluss erfolgte erst nach einer Marathon-Sitzung von Donnerstag 10.00 bis gegen Freitag 0.30 Uhr, war aber nicht überraschend, denn die Parteien waren in den Wochen vor der Abstimmung entsprechend in Stellung gegangen.

Börseprospekt

Der tatsächliche Börsegang ist wegen der dafür notwendigen Vorbereitungen frühestens im Februar 2008 zu erwarten. Denn das Geschäftsjahr der EAG endet am 30. September. Danach soll ihre Bilanz, die Bewertung des Unternehmens und der Börseprospekt für die Aktienplatzierung erstellt werden. Das Land will die Mehrheit von 51 Prozent der Aktien behalten. Bis zu fünf Prozent sollen an eine Mitarbeiterbeteiligung abgegeben werden, über sechs Prozent besitzt die städtische Linz AG.

Für den Verkauf über die Börse stehen somit rund 40 Prozent zur Verfügung. Dabei soll ähnlich wie bei der voestalpine-Privatisierung versucht werden, zusammen mit heimischen Anlegern eine österreichische Kernaktionärsstruktur zu schaffen. Der Gesamtwert des Unternehmens wurde zuletzt mit rund zwei Mrd. Euro angenommen. (APA)

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