Wohnungsministerin: Bush könnte für 9/11 verantwortlich sein

12. Juli 2007, 17:53
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Christine Boutin schloss sich 2006 im Internet kursierenden Verschwörungstheorien an

Paris - Es sei möglich, dass US-Präsident George W. Bush für die Terrorangriffe vom 11. September 2001 in New York und Washington verantwortlich gewesen sei. Dies erklärte die heutige französische Wohnungs- und Städtebauministerin Christine Boutin im November 2006, als sie noch einfache UMP-Abgeordnete war.

Ein Video mit dieser Erklärung der Ministerin wurde in Frankreich jüngst von einigen Webseiten verbreitet (siehe Youtube-Video). Auf die Frage des Journalisten, ob sie es für möglich halte, dass Bush für die Attentate verantwortlich sei, erwiderte Christine Boutin: "Ich glaube, dass es möglich ist." Sie begründete ihre Behauptung damit, dass die Webseiten, die von dieser Möglichkeit sprechen, "die am meisten besuchten sind". "Ich bin sehr sensibilisiert auf die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, und ich sage, dass dieser Ausdruck der Massen und des Volkes nicht ohne irgend einen Wahrheitsgehalt sein kann", so die jetzige Ministerin wörtlich.

Zivilpakt für Solidarität

Die rechtskonservative Abgeordnete machte 1998 erstmals landesweit auf sich aufmerksam, als sie in der Nationalversammlung fünfeinhalb Stunden lang gegen den "Zivilpakt für Solidarität" (PACS) sprach, der Homosexuellen eine eheähnliche Lebensgemeinschaft erlaubt. 2002 war Boutin mit einem Programm, in dem sie vor allem die Familienwerte verteidigte, bei der Präsidentenwahl angetreten. Sie erhielt 1,2 Prozent der Stimmen.

2005 hatte sich die 63-Jährige für das Nein beim Referendum über die EU-Verfassung ausgesprochen. 2006 hatte sie sich offen gegen Premier Dominique de Villepin (UMP) gesellt, dessen Rücktritt sie forderte, um sich auf die Seite seines Rivalen, des damaligen Innenministers und aktuellen Präsidenten Nicolas Sarkozy zu schlagen. (APA)

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