Vernetzt in alle Ewigkeit

13. Juli 2007, 16:49
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Die Dokumentation des Alltags wird zur Terabyte-Herausforderung

Ein stichprobenartiges Audioprotokoll, wie im Beitrag oben geschildert, ist ganz nett, hat aber technisch gesehen eher nostalgischen Wert. Heute sind die Dokumentatoren ganz anders unterwegs, wenn's um die eigene Privatsphäre geht, die dann keine mehr ist. Eine Generation, deren zeitweiliges Leibblatt Wired hieß (etwa: verdrahtet, vernetzt, an alles angeschlossen), geht daran, permanent festzuhalten und zugänglich zu machen, was sie sieht, hört, spricht usw.

Den technischen Grundstein dazu legten die Forscher am MIT Media Lab, die schon vor Jahren die technischen Voraussetzungen der mobilen IT-Verfügbarkeit schufen: Videobrillen gekoppelt mit winzigen Kameras, kleinste Speichermedien, noch kleinere Mikros.

Mehrere Blogger und Vlogger schaufeln mittlerweile Terabyte-Speicher voll mit digitalen Spuren all dessen, was sich in ihren Leben abspielt. Welchen Sinn das haben soll, darüber kann man debattieren. Militärs aber sehen bereits praktische Anwendungen. (mf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6. Juli 2007)

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