Mann schlug Frau vor Passanten nieder

12. Juli 2007, 19:41
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Rempelte türkische Frau an - Als sich deren Tochter wehrte, schlug der Unbekannte sie nieder und verletzte sie schwer - Passanten schauten weg

26. Juni, Mittagszeit, an der stark frequentierten Kreuzung Hütteldorfer Straße-Johnstraße, gleich bei U3-Station und Meiselmarkt: Eine ältere türkische Frau und ihre Tochter Elisabeth S. kamen gerade von der Bank. Auf dem Zebrastreifen begegneten sie einem unbekannten Mann mit zwei Rottweilern, der sich ihnen näherte und die Mutter anrempelte.

Nach einem kurzen Wortgefecht habe sie das Weite gesucht und sich wenig später von ihrer Mutter verabschiedet, als sie bemerkte, dass der Mann ihr auflauerte. Mit den Worten "So schnell sieht man sich wieder" habe er S. zugerufen. Warum er eine alte Frau angreife, so S. "Wenn ihr nicht gehen könnt, dann geht nach Hause", soll der Mann geantwortet haben.

Passanten taten nichts

Dann habe er angefangen, sie anzuspucken und zu stoßen - worauf sie zurückgespuckt habe. Da habe der Angreifer dann restlos die Kontrolle verloren: Mit der Aufrollspule seiner Hundeleine habe er ihr mehrmals auf den Kopf geschlagen, worauf sie bewusstlos zu Boden sank. Rundherum Passanten - doch niemand griff ein.

Durch Zufall sei eine Bekannte am Tatort vorbei gekommen und habe die Verletzte ins Spital gebracht. Diagnose: Schwere Kopfverletzungen und Gehirnerschütterung. Die Frau erstattete Anzeige.

In der ATGIF, der Föderation türkischer Arbeiter und Jugendlicher in Österreich, vermutet man rassistische Motive hinter der Tat: "Der Spruch 'Geht nach Hause' ist typisch", sagt Nadir Aykut im derStandard.at-Gespräch. "Und wer kriegt schon ohne Grund so einen Hass gegen eine Unbekannte - wenn nicht aus Rassismus." (mas)

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