Vogelgrippe in Deutschland breitet sich massiv aus

8. Juli 2007, 20:50
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Krankheit bei über 150 Tieren nachgewiesen - Risikostufe wurde von mäßig auf hoch gesetzt

Stendal - Die Vogelgrippe hat sich im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt massiv ausgeweitet: Das gefährliche Virus H5N1 ist mittlerweile bei 153 toten Wildvögeln nachgewiesen worden. "Das Ergebnis war bei allen Tieren positiv", sagte der stellvertretende Fachbereichsleiter Veterinärmedizin im Landesamt für Verbraucherschutz in Stendal, Wolfgang Gaede, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dabei handelte es sich ausschließlich um die Wildvogelarten Haubentaucher und Schwarzhalstaucher.

Unter den 153 Vögeln sind auch die 38 Tiere, bei denen es schon am Donnerstag eine Bestätigigung für H5N1 gab. Die Vögel wurden am Stausee Kelbra an der Grenze zum Bundesland Thüringen gefunden.

Vierte von fünf Risikostufen

Die Vogelgrippe war in den vergangenen zwei Wochen bereits in den deutschen Ländern Bayern, Sachsen und Thüringen sowie in Ostfrankreich nachgewiesen worden. In Deutschland setzte das zuständige Bundesinstitut für Tiergesundheit am Donnerstag das Übertragungsrisiko für Nutzgeflügel auf "hoch" herauf. Damit ist die vierte von fünf Risikostufen erreicht.

Am Freitag wurde auch ein Vogelgrippeverdacht in einem kleinen Geflügelbestand in einem thüringischen Dorf gemeldet. Sollte er sich bestätigen, wäre es der erste H5N1-Nachweis bei einem Nutztier in diesem Jahr in Deutschland. Das Landesamt für Lebensmittelsicherheit habe ein H5-Virus gefunden, teilten die Behörden mit. Ob es sich dabei um das gefährliche Virus H5N1 handele, werde durch das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostsee-Insel Riems untersucht. Das Ergebnis wurde noch für Freitag erwartet. Die insgesamt neun Tiere des Bestands seien getötet worden. Außerdem gilt nun eine Sperrzone um das Dorf. (APA/dpa)

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