Schwere Prüfung für Hamilton

8. Juli 2007, 15:58
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McLaren-Mercedes-Pilot soll nach den Wünschen der Briten trotz der Last des Heimrennens in Silverstone siegen

Silverstone - Lewis Hamilton wird am Sonntag mehr als je zuvor im Rampenlicht stehen. Dass das 22-jährige Formel-1-Wunderkind mit sportlichem Druck problemlos umgehen kann, zeigen eindrucksvoll die überlegene WM-Führung sowie acht Podestplätze in seinen ersten acht Rennen in der Königsklasse. In Silverstone kommt für den McLaren-Mercedes-Piloten jedoch nun die Last des Heimrennens hinzu, 120.000 Briten entlang der ausverkauften Rennstrecke und Millionen daheim vor dem TV erwarten frische Heldentaten des neuen Idols.

Seine britischen Landsleute David Coulthard und Jenson Button glauben, dass der in der WM 14 Punkte vor seinem Stallrivalen Fernando Alonso liegende Rookie auch in seiner Heimat kühlen Kopf bewahren wird. Honda-Pilot Button: "Lewis wird keinen zusätzlichen Druck empfinden, er ist WM-Führender. Die Leute werden ihn sensationell unterstützen, es wird für ihn nicht härter oder schwieriger als anderswo."

Das sieht auch Red-Bull-Routinier Coulthard, der letzte britische Silverstone-Sieger (2000/McLaren), so: "Die Realität sieht so aus, dass Silverstone einfach nur ein weiterer Grand Prix ist, den er gewinnen möchte." Ex-Weltmeister Damon Hill schwärmt in höchsten Tönen: "Lewis ist unglaublich und brillant." Auch Hamilton selbst kann es kaum erwarten, bis es in Silverstone los geht: "Das wird für mich zweifellos das wichtigste Rennen des Jahres."

Hamilton kann sich neben der harten Ferrari-Konkurrenz - Kimi Räikkönen und Felipe Massa feierten in Magny-Cours einen Doppelsieg - auch auf einen heißen Teamkollegen, Doppel-Weltmeister und Silverstone-Titelverteidiger Alonso gefasst machen. Der Spanier erklärte in einem Interview mit "Cadena Ser", dass sich McLaren über einen Hamilton-Sieg am Sonntag mehr freuen würde.

"Ein Spanier und ein Engländer fahren in England. Und der Engländer führt in der WM. Wenn der Engländer dann gewinnt, werden sie sicher glücklicher sein. Aber das sollte zu keinem allzu großen Problem führen", meinte Alonso, der in Frankreich nur Rang sieben belegt hatte und langsam aber sicher bezüglich WM unter Druck gerät.

Wie stark die beiden Topteams die WM 2007 prägen, zeigt die Tatsache, dass Hamilton, Alonso, Räikkönen und Massa bis dato jeweils zwei Rennen gewonnen haben. (APA/Reuters/AFP)

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    Lewis Hamilton

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