"Innovationsschecks" für kleine "Newcomer"

5. Juli 2007, 15:00
2 Postings

Anreiz für kleinere Unternehmen zur Kooperation mit Forschungseinrichtungen

Wien - Mit "Innovationsschecks" im Wert von 5.000 Euro will der Bund künftig kleineren Unternehmen einen finanziellen Anreiz bieten, mit heimischen Forschungseinrichtungen zu kooperieren. Geplanter Start der neuen Forschungsoffensive ist am 1. Oktober, wie Wirtschaftsminister Martin Bartenstein am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mitteilte. Mit insgesamt einer Million Euro steigt das Wirtschaftsministerium (BMWA) in die gemeinsam mit dem Infrastrukturministerium (BMVIT) ins Leben gerufene Initiative ein.

Das BMVIT hat für das Projekt "fünf Millionen Euro im Ordinarium budgetiert", teilte das Büro von Forschungsstaatssekretärin Christa Kranzl mit. Beim Start wolle man sich nicht auf den 1. Oktober festlegen, die Initiative starte "im Herbst". Das Projekt soll von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG abgewickelt werden.

Bei der Vergabe will man vor allem die kleinen "Newcomer" zum Zuge kommen lassen: Die Innovationsschecks sollen laut FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth Unternehmen, die nicht regelmäßig Innovationen umsetzen, punkto Forschung und Entwicklung (F&E) unter die Arme greifen. Als Antragsteller zugelassen werden Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern sowie einem Umsatz von weniger als zehn Mio. Euro. Ziel ist, diese an regelmäßige F&E heranzuführen und die "Schwellenangst" der Kleinunternehmen gegenüber der Wissenschaft abzubauen.

Ablauf

Die Antragsabwicklung soll dem Prinzip "first come - first served" folgen. Egerth gab zudem das Motto "drei Mal Fünf" vor: Die Unternehmen sollen die Anträge in weniger als fünf Minuten ausfüllen können, spätestens nach fünf Tagen - "oder zumindest in kürzester Zeit" - den Scheck erhalten sowie 5.000 Euro bekommen. Mit den Schecks können sich die Betriebe an Forschungseinrichtungen wie etwa Universitäten, Fachhochschulen und Kompetenzzentren richten und gemeinsam beispielsweise Ideenstudien, Marktstudien oder Analysen des Innovationspotenzials durchführen. Die Initiative stellt Bartenstein zufolge zunächst ein Pilotprojekt dar: "Im Jahr 2008 ist der Vollausbau möglich".

Als weiteren Teil der Forschungsoffensive des Wirtschaftschaftsministeriums präsentierte der Minister einen "Praxisorientierten Leitfaden für ein innovationsförderndes öffentliches Beschaffungs- und Vergabewesen". (APA)

Share if you care.