Krankenkassen: Unterschiedliche Beitragserhöhungen

19. Juli 2007, 11:46
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Bei Arbeitern nur Erhöhung des Arbeitgeberbeitrags vorgesehen, bei Angestellten wird Last aufgeteilt - Senkung bei Gewerbetreibenden

Wien - Die Vertreter der Sozialpartner, ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, präsentierten am Donnerstag die Detail der Neuregelung der Krankenkassenbeiträge. Die Auswirkung der Anhebung der Sozialversicherungs-Beiträge zur Finanzierung der Krankenkassen wird sich unterschiedlich auf die Berufsgruppen auswirken. Bei den Angestellten wird die Last zu gleichen Teilen auf Arbeitnehmer und -geber aufgeteilt. Demnach soll es bei beiden eine Anhebung um 0,075 Prozent geben. Bei den Arbeitern wird die Erhöhung um 0,15 Prozent ausschließlich dem Arbeitgeberbeitrag aufgeschlagen.

Senkung

Bei den Gewerbetreibenden wird es hingegen eine Senkung des Krankenversicherungs-Beitrages um 1,45 Prozent geben, bei den Bauern eine Anhebung um 0,15 Prozent. Differenzierter sieht es bei den Beamten aus: Hier ist eine Anhebung des Arbeitgeberbeitrages um 0,35 Prozent vorgesehen, allerdings auch die Streichung des Zuschlags für erweiterte Heilbehandlung von 0,40 Prozent. Insgesamt handelt es sich also um eine Senkung von 0,05 Prozent des Beitrags. Bei den Arbeitgebern ist hier keine Anhebung geplant. Damit sind die Krankenkassenbeiträge bei allen Berufsgruppen auf 7,65 Prozent vereinheitlicht.

Insgesamt sollen die Beitragserhöhungen-Erhöhung den Krankenkassen rund 150 Mill. Euro bringen. Weitere 150 Millionen sollen durch Einsparungen - bei Leistungen, Medikamenten und Verwaltung - erfolgen.

Kdolsky soll zustimmen

Hundstorfer und Leitl sprachen von einem "wichtigen Schritt". Vor allem die "Harmonisierung über alle Systeme hinweg" sei nun damit erreicht worden, so Hundstorfer. Die unterschiedliche Aufteilung ergebe sich aus den derzeit ungleichen Belastungen für die einzelnen Berufsgruppen. Die Sozialpartner kündigten an, die unterzeichnete Einigung in den kommenden Tagen Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky vorzulegen. "Bis jetzt hat sich die Regierung an die Vorschläge der Sozialpartner weitestgehend gehalten", so Leitl. (APA)

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