Süd-China verabschiedet sich von der Ein-Kind-Politik

11. Juli 2007, 10:27
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Millionenstadt Guangzhou befürchtet alternde Bevölkerung nicht mit Wohnplätzen versorgen zu können

Peking - Die südchinesische Millionenstadt Guangzhou hat die Ein-Kind-Politik des Landes außer Kraft gesetzt. In der Hauptstadt der Provinz Guangdong befürchten die Behörden nach Medienberichten soziale und wirtschaftliche Probleme angesichts einer schnell alternden Bevölkerung.

Paare mit einem Kind seien dazu aufgefordert worden, ein weiteres Kind zu bekommen, teilten die staatlichen Medien am Donnerstag mit. Wenn die Alterung der Bevölkerung so fortschreite wie bisher, könne dies negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und das Sozialversicherungssystem haben, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Im Jahr 2010 werden Prognosen zufolge etwa eine Million Menschen über 60 Jahren in Guangzhou leben. Es werde aber nur für 40.000 Menschen Wohnmöglichkeiten in Altersheimen geben. In der Stadt leben derzeit rund 7,7 Millionen Menschen.

China ist mit 1,3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Welt. Um das Wachstum in den Griff zu bekommen, erließen die chinesischen Behörden bereits 1980 strenge Familiengesetze. Demnach dürfen die meisten Paare in Städten nur ein Kind zur Welt bringen. (APA/Reuters)

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    Guangzhou

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