Fragestunde im Parlament: Bures in der Mangel

25. Juli 2007, 14:38
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Frauenministerin will Reform des Blum-Bonus' und Flexibilisierung des Kindergeldes - Rauch-Kallat vermisst konkrete Antworten

Wien - Frauenministerin Doris Bures hat am Donnerstag im Rahmen der Fragestunde im Nationalrat neuerlich auf eine Reform des so genannten Blum-Bonus gedrängt. Sie plädierte dafür, dass die besondere Förderung in höherem Maß jenen Unternehmen zukommen sollte, die weibliche Lehrlinge in nicht-traditionellen - also im Regelfall technischen - Berufen ausbilden. Bures war mit diesem Ziel heuer im Frühling beim Koalitionspartner abgeblitzt, woraufhin die Prämie von 300 Euro pro Monat und zusätzlichem Lehrling bis Jahresende allgemein verlängert wurde.

Kindergeld: Arbeitszeitreduktion als Alternative

Bezüglich der Flexibilisierung des Kindergelds versicherte Bures in der Fragestunde, dass sie der Regierungsvorlage "mit großer Freude" zustimmen werde. Freilich warb sie auch dafür, in der derzeit laufenden Begutachtungsphase noch Änderungen vorzunehmen. So will die Frauenministerin unverändert, dass Alleinerzieherinnen der Bezug gleich lange ermöglicht wird Paaren. Zudem kann sich Bures vorstellen, neben der finanziellen Zuverdienstgrenze auch eine Arbeitszeitreduktion als Alternative anzubieten.

Erneute ÖVP-Kritik

Kein gutes Haar an den Antworten der Frauenministerin lässt ÖVP-Frauensprecherin Maria Rauch-Kallat: Sie wirft Bures in einer Aussendung vor, die "ganze Fragestunde lang keine Antworten auf wesentliche Frauenfragen" gegeben zu haben. Vor allem hinsichtlich der Migrantinnen sei sie jegliche Antwort schuldig geblieben, obwohl ihr seit Amtsantritt ein fertig gestellter Migrantinnenbericht vorläge, betonte Rauch-Kallat.

Die einzige konkrete Unternehmung der Frauenministerin sei es, einen Frauenbericht in Auftrag gegeben zu haben, konstatierte Rauch-Kallat. Der soll jedoch erst 2010 erscheinen. (APA/red)

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