BirdLife hofft auf gutes Storchenjahr

12. Juli 2007, 13:09
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Nach zwei eher mageren Jahren sind bereits neue Horste und zahlreiche Jungvögel gesichtet worden

Wien - Nach den eher mageren Storchenjahren 2005 und 2006 sind Experten und Expertinnen der Vogelschutzorganisation BirdLife für heuer deutlich optimistischer. Erste Zählungen in Niederösterreich und Burgenland seien vielversprechend. Nachdem auch einige Neuansiedlungen des Storches bekannt wurden, bittet BirdLife die Bevölkerung um Meldungen über neue Storchenhorste in Österreich.

BirdLife zählte 2004 in ganz Österreich noch 395 Horstpaare, 2005 und 2006 ging es dann merklich bergab. Nur mehr 314 Brutpaare wurden gezählt und in den wenigen Horsten war auch noch ein durchschnittlich schwacher Bruterfolg zu melden. Die Ornithologen und Ornithologinnen führten das unter anderem auf schlechte Bedingungen auf dem Zug oder in den Überwinterungsgebieten zurück. Zusätzlich fielen zahlreiche Jungvögel dem kalten und nassen Juni im vergangenen Jahr zum Opfer.

Bruterfolg

2007 scheint laut BirdLife endlich wieder ein besseres Jahr zu sein. Vor allem für den Bruterfolg zeichnen sich sogar sensationelle Werte ab. In 18 in Niederösterreich und im Nordburgenland bereits kontrollierten Horsten wurden 54 Jungvögel angetroffen. "Ein Rekordwert", wie die Experten und Expertinnen betonten, bringen die Weißstörche in Österreich in normalen Saisonen doch durchschnittlich nur zwei Jungvögel durch. Doch heuer sind Horste mit vier oder gar fünf Jungen keine Seltenheit. Den Rekord mit sechs Jungvögeln hält momentan ein Nest in Mannswörth an der Donau.

Grund für die erfreuliche Entwicklung ist nach Einschätzungen von BirdLife die anhaltend warme und trockene Witterung. Die Störche finden genügend Insekten, um sich selbst und die Brut zu ernähren. Eine Ausnahme sind nur die Brutpaare der niederösterreichischen March-Thaya-Auen, die heuer eher weniger Jungvögel aufziehen. Die Ursache für die Entwicklung war rasch gefunden: In diesem Gebiet hängt der Bruterfolg der Störche hauptsächlich von den Frühlingshochwässern ab, die heuer ausgeblieben sind.

Besonders erfreut sind die VogelschützerInnen über Neuansiedlungen der Weißstörche - etwa in Ottenschlag (Niederösterreich) und in Krieglach (Steiermark). Auch seit Jahren verwaiste Horste wie etwa in St. Andrä (Burgenland) beherbergen heuer wieder Brutvögel. (APA)

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BirdLife (Meldungen von Weißstorchhorsten erbeten)
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