Berglandmilch mit Umsatzplus

11. September 2007, 16:26
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Höhere Milchpreise drücken allerdings das Ergebnis des größten heimischen Milchver­arbeitungsbetriebs im Jahr 2006

Wien - Der größte heimische Milchverarbeitungsbetrieb Berglandmilch konnte im Geschäftsjahr 2006 den Umsatz um 16,4 Mio. Euro auf 524,6 Mio. Euro steigern. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sank hingegen um 3,44 Mio. auf 3,7 Mio. Euro. Konzernchef Josef Braunshofer begründete am Donnerstag den Rückgang mit höheren Milchpreisen. Demnach wurde um sechs Mio. Euro mehr Milchgeld ausbezahlt. Berglandmilch ist eine Genossenschaft und im Besitz von über 12.000 Bauern.

Der Jahresgewinn sank von 3,24 auf 3,09 Mio. Euro, das Eigenkapital blieb mit 130,6 Mio. Euro (52 Prozent) stabil. Gestiegen ist hingegen die Mitarbeiterzahl: Von 863 auf 903. Kräftig zugelegt haben die Investitionen, die von 12,2 auf 18,8 Mio. Euro angehoben wurden.

Zahl der Milchbauern sinkt

Obwohl die verarbeitete Milchmenge von 829 auf 866 Millionen Kilogramm gesteigert wurde, ging die Zahl der Milchbauern weiter zurück. Nach 12.849 Lieferanten im Jahr 2005 waren es im Vorjahr nur noch 12.071. Der typische Berglandmilch-Zulieferer hat 10 bis 15 Kühe im Stall - eine der kleinsten Betriebsgrößen in Europa.

Neben den 866 Kilogramm Milch - einem Viertel des Gesamtmilchaufkommens in Österreich - produzierte Berglandmilch noch 19.093 Tonnen Magermilch und Molkepulver.

Der Exportanteil betrug nach Eigenangaben 34,6 Prozent (2005: 32,3 Prozent). Die Waren gehen in 30 Länder, wobei die Hauptmärkte Deutschland, Italien und Griechenland sind. Insbesondere in Deutschland war der Berglandmilch das Glück hold. Hier entstand ein völlig neuer Markt für Bioprodukte, den die Österreicher mit länger haltbarer Milch besetzten, so Braunshofer. (APA)

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    foto: berlandmilch
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